223 Kilometer durch Abu Dhabi

Hagener Arzt überlebt Wüstenhitze

Der Hagener Kardiologe Dr. med. Roman Leischik hat am 12. März am Abu-Dhabi-Triathlon teilgenommen. Über zehn Stunden dauerte die sportliche Höchstleistung bei hoher Hitze, niedriger Luftfeuchtigkeit und stark wechselnden Winden. Der Mediziner hielt durch und kam ins Ziel. (Foto: privat)

Hagen. (anna) Das Thermometer zeigt 36 Grad im Schatten beim zweiten Abu-Dhabi-Triathlon im arabischen Golf-Emirat: 267 Frauen und Männer machen sich für die große Anstrengung bereit: 20 Kilometer Laufen, drei Kilometer Schwimmen und 200 Kilometer Rad fahren. Mitten unter den Teilnehmern auch ein Hagener: Der 49-jährige Kardiologe und Privat-Dozent Dr. med. Roman Leischik. Er ist gut vorbereitet auf die Distanz, die sich vor allem an professionelle Triathleten richtet, die dieses sportliche Event zu einem Weltklasse-Spektakel machen.

„Das Besondere an diesem Wettkampf ist das enorme Preisgeld von 50.000 US-Dollar für den Sieger und 20.000 Dollar für den zweiten Platz“, schwärmt Leischik, der nach über zehn Stunden den 96. Platz belegte. „Insgesamt werden 230.000 US-Dollar ausgeschüttet, in diesem Sport eine unglaubliche Summe.“

Für die Elite gilt der Triathlon in der Wüstenhitze als Hawaii-Revanche. Für Dr. Roman Leischik, für den PV Triathlon Witten startend, stand hingegen eher das Ankommen im Vordergrund.

„Das Schwimmen im Persischen Golf fand in der faszinierenden Lagune in der Nähe des weltberühmten 6-Sterne-Hotels ‘Emirates Palace’ statt“, schwärmt Leischik, dessen Ehefrau Katharina zum Wettkampf extra angereist war, um ihrem Mann beizustehen. „Die Radstrecke führte durch die unverwechselbare Stadtansicht von Abu Dhabi. Die Fahrradroute ging im Osten der Stadt entlang, dann zur neuen Freizeitinsel Yas-Island und dann weiter zur Formel-1-Strecke Yas Marina“, erklärt der Kardiologe, über dessen sportliche Leistungen der wochenkurier bereits 2006 ausführlich berichtete.

Wie alles begann

Erschöpft, aber glücklich steigt Dr. med. Roman Leischik aus dem Persischen Golf. (Foto: privat)

Als der Hagener Kardiologe Dr. med. Roman Leischik gesundheitlich immer mehr Probleme bekam, beschloss er, sein Leben radikal zu ändern. Er hörte mit dem Rauchen auf und reduzierte seinen 16-Stunden-Arbeitstag auf acht bis neun Stunden. Als sich dann die ersten sanften Pölsterchen um Hüfte und Bauch legten, war das dem Mediziner Anlass genug, das gelegentliche Sportprogramm wesentlich zu steigern.

Nicht zuletzt auch, um seinen Patienten Vorbild zu sein, forderte Leischik seinem Körper fortan einiges ab: Schnell entdeckte der dreifache Vater, dass Laufen, Schwimmen und Rad fahren – also die Disziplinen des Triathlon – ideale Betätigungen waren, die ihm einfach lagen und Spaß machten. Die Gymnastik in den Trainingspausen zwischen den anderen Disziplinen stärkte seinen Körper und linderte die Rückenschmerzen. Der Lohn der Mühen zeichnete sich schnell ab: 16 Kilo weniger zeigte die Waage und er fühlte sich rundum gesund.

Ironman in Frankfurt

Nachdem Leischik, neu gestählt, an mehreren Triathlon-Veranstaltungen teilgenommen hatte, wollte er sich nun der größten Herausforderung in seinem Leben stellen: Er wollte unbedingt „Ironman“ werden! Der „Ironman“ ist die gängige Bezeichnung für die längste ausgetragene Langstrecken-Distanz im Triathlon. Erster Austragungsort dieser Serie war Hawaii. Der „Ironman“ besteht aus einer Schwimmdistanz von 3,86 km, einer Radfahr-Etappe von 180 km und einem Marathonlauf von 42,195 km, die alle direkt hintereinander ausgetragen werden.

„Dieser Strapaze wollte ich mich stellen und meldete mich zum europäischen ’Ironman’ an, der 2006 im Juli in Frankfurt ausgetragen wurde“, berichtet Leischik. In 12 Stunden und 39 Minuten bewältigte der Triathlet den strapaziösen Parcours und durfte sich fortan selber „Ironman“ nennen.

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