Es geht eine Schiene auf Reisen…

150 Jahre Schwerter Eisenbahn-Geschichte

Schwerte. (NO) Es geht eine Schiene auf Reisen… – Am 9. September starten Eisenbahn-Enthusiasten um Klaus Gehrhold (Arbeitskreis Bahn 2011) eine vierwöchige Ausstellung zu 150 Jahren Schwerter Eisenbahn-Geschichte. Ein kleiner Vorgeschmack ist das wohl älteste Stück Schiene aus dem ersten Gleisnetz in Schwerte, das am Wochenende im Ruhrtalmuseum (11 bis 17 Uhr) und ab Montagvormittag für etwa drei Tage im Rathaus zu sehen ist.

1893

Die Jahreszahl 1893 ist auf dem Schienensteg eingewalzt, so wie es die Bahnbetriebsordnung seit über hundert Jahren vorsieht, um im Falle einer Betriebsstörung mit Unfall den Hergang genau zu rekonstruieren.

Im Gestrüpp

Ein Mitglied des Arbeitskreises von vier Bahn-Enthusiasten, die seit Herbst letzten Jahres die Ausstellung zur 150-jährigen Geschichte der Eisenbahn in Schwerte vorbereiten, hatte die alte Schiene entdeckt. Am Bahndamm im dichtesten Gestrüpp diente ein kurzes Stück einst als Begrenzung in einer Kurve am Westendamm. Der Löschtrupp der Westhofener Feuerwehr trennte im Rahmen einer Übung ein Stück der Schiene von dem unteren Betonklotz, nachdem die Besitzverhältnisse des Anliegers geklärt waren.

Aus Osnabrück

Der eingewalzte Schriftzug „OSNABRÜCK 1893“ deutet darauf hin, dass das frühere Schienenwalzwerk Georgsmarienhütte bei Osnabrück der damalige Hersteller war. Nach Sandstrahlen, Lackieren und der fachgerechten Montage auf ein Stück Holzschwelle bei einem Dortmunder Weichenwerk wirbt diese Schiene nun als Ausstellungsstück für die Ausstellung ab 9. September im Ruhrtalmuseum.

Weiteres folgt

In weiteren Berichten mit Hinweisen auf die vierwöchige Ausstellung wollen die Eisenbahnfreunde einzelne Exponate und historische Erkenntnisse der Schwerter Bahngeschichte aus 150 Jahren vorstellen. Weiteres in Kürze!