Sarah Schwarz
16. April 2017 | Total Lokal

Laien-Sprachmittler zum Empfang im Kreishaus Schwelm

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Beim Empfang der Laien-Sprachmittler im Kreishaus trafen die rund 50 Ehrenamtlichen das erste Mal zusammen, konnten Fragen stellen und sich dabei untereinander näher kennen lernen. (Foto: UvK / Ennepe-Ruhr-Kreis)

Beim Empfang der Laien-Sprachmittler im Kreishaus trafen die rund 50 Ehrenamtlichen das erste Mal zusammen, konnten Fragen stellen und sich dabei untereinander näher kennen lernen. (Foto: UvK / Ennepe-Ruhr-Kreis)

Schwelm. (pen) Der Aufruf hat seine Wirkung nicht verfehlt: Ende letzten Jahres hatte das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Ennepe-Ruhr-Kreises Laien-Sprachmittler zur Mitarbeit aufgerufen. Mittlerweile kann im Kreishaus aus einem Pool von 50 Ehrenamtlichen geschöpft werden. Ihre Aufgabe: Sie unterstützen neuzugewanderte Menschen und übersetzen bei Gesprächen mit öffentlichen Einrichtungen wie Sozial-, Jugend- oder Gesundheitsämtern sowie Beratungsstellen und Bildungseinrichtungen.

Unterstützung
„Der Bedarf an sprachlicher Unterstützung in alltäglichen Situationen ist hoch. Viele der von Ihnen Begleiteten würden sich bei ihren Terminen ohne Sie nur unzureichend verständigen können. Da professionelle Dolmetscher als Alternative fast nie infrage kommen, ist Ihre Tätigkeit so wertvoll und wichtig. Sie verhindern Missverständnisse und sorgen für notwendige Klarheit und Sicherheit“, lobte Kreisdirektorin Iris Pott die Engagierten bei einem Empfang im Schwelmer Kreishaus. Das KI hatte sie eingeladen, um Kontakt und Austausch unter den Ehrenamtlern zu fördern.
Sprachvielfalt
„Würden Sie alle jetzt hier Ihre Kenntnisse einbringen, wäre das Sprachengewirr vielfältig“, machte KI-Mitarbeiterin Bernadette Osterburg mit Blick auf die Fähigkeiten der Gäste deutlich. In der Kartei hat das KI schließlich Helfer, die sowohl arabische und afrikanische als auch Sprachen aus Süd-, Mittel- und Osteuropa beherrschen.
Zum Einsatz kamen sie in den letzten Monaten unter anderem in Schulen bei Eltern- und Aufnahmegesprächen aber auch bei Behörden und Ämtern, wo sie halfen, die oft komplizierte Darstellung von Sachverhalten deutlich zu erleichterten. „Erfreulich ist natürlich, dass alle Rückmeldungen, die uns vorliegen, durchweg positiv sind“, hob Osterburg hervor.
Treffen mit Humor
Aufgelockert wurde das Treffen durch Erol Karakurt, den die Ehrenamtlichen bereits aus einer von ihnen absolvierten Schulung kannten. Damit sich die Schulungsgruppen auch untereinander kennenlernen, führte er durch eine Vorstellungsrunde und zeigte zwei humorvolle Videoclips als Gesprächsanregung.
Der Laien-Sprachmittler-Pool steht öffentlichen Einrichtungen wie Behörden sowie Bildungs- und Beratungseinrichtungen zur Verfügung. Privatpersonen können nicht beauftragen. Organisationen, die das Angebot nutzen möchten, melden sich beim Kommunalen Integrationszentrum. Ansprechpartnerin ist Bernadette Osterburg unter Tel. 02336 / 932688 oder E-Mail ki@en-kreis.de.
Sprachmittler gesucht
Dort können sich auch noch Menschen melden, die sich selbst als Laien-Sprachmittler einbringen möchten. Gesucht sind vor allem Personen, die afrikanische Sprachen oder Rumänisch sprechen. Wer sich meldet, wird ins Kreishaus eingeladen. Themen sind dann das Einschätzen der eigenen Sprachkenntnisse sowie die Aufgaben und der Ablauf des Übersetzens.
Für den anschließenden Einsatz erhalten die Sprachmittler eine Ehrenamtspauschale von 15 Euro für die erste Stunde und 5 Euro für jede weitere angefangene halbe Stunde.



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