Alles für die Kunst…

Ostern steht vor der Tür, und wieder feiert der Spieltrieb des Menschen fröhliche Urstände. Und während die Gelehrten noch darüber rätseln, ob uns wegen des Konsums der Eier ein drittes Auge wächst oder wir plötzlich im Dunkeln leuchten, wenn die Mutterhenne genmanipulierte Körnchen gepickt hat, rücken unsere Kinder schon aus und machen sich auf die alljährliche Suche nach den buntbemalten Dotterdingern. Die Dötze ahnen halt noch nichts von den Hexenküchen durchgeknallter Wissenschaftler – Gott sei Dank…

Die Ahnungslosigkeit weicht zumindest bei einigen Menschen der Erkenntnis – der Spieltrieb jedoch bleibt. So spielt auch QuENgelbert noch immer für sein Leben gern. Zum Beispiel Theater, doch das kann durchaus schmerzhafte Folgen haben. So ging der QuENgler jetzt im wahrsten Sinne des Wortes mit Haut und Haaren in seiner Rolle als Colonel Melkett auf. In einer Szene musste sich der QuENgel-Colonel mit einem Schaukelstuhl überschlagen, was in der letzten Aufführung besonders gut gelang: Die Lehne des Stuhl brachte, und QuENgelbert rutschte mit dem Hinterteil über zwei Schrauben, die zur zusätzlichen Sicherung der Lehne in die Sitzfläche getrieben worden waren. Hose durch, Unterhose durch, und der Allerwerteste bekam auch seinen Teil mit.

Tja, was man sich nicht alles aufreißt, damit die Kultur zu ihrem Recht kommt! Die Zuschauer jedenfalls waren an diesem Abend ganz besonders begeistert. Vielleicht kommt das „Theater Mummpitz“ in diesem Jahr mit seiner turbulenten „Komödie im Dunkeln“ sogar nach Gevelsberg – ein Angebot liegt dem seit mehr als 20 Jahren agierenden Ensemble jedenfalls schon vor. QuENgelbert verspricht allerdings, seinen Schaukelstuhl dann ganz besonders gründlich zu inspizieren…