Emil Schumacher – Woyzeck und Mephisto

    Hagen. (nic) Ein Geschenk der besonderen Art macht das Emil-Schumacher-Museum dem Hagener Theater zum 100. Geburtstag. Bis zum 3. März 2012 – dem Jahr, in dem Schumacher selbst 100 Jahre alt geworden wäre – präsentiert das Museum unter dem Titel „Emil Schumacher – Woyzeck und Mephisto“ frühe Theaterillustrationen des berühmten Hagener Sohnes.

    Von Schumacher zu Faust und Woyzeck: (v.l.) Rouven Lotz (Kustos des Emil-Schumacher-Museums), Klaus Hacker (Vorsitzender des Theaterfördervereins) und Norbert Hilchenbach (Intendant des Theaters Hagen) zeigen, wie es geht. (Foto: Nicole Stember)

    „Wenn wir solch eine Ausstellung zeigen, dann natürlich im Jahr des 100. Jubiläums des Theaters“, betont Rouven Lotz, Kustos des Schumacher-Museums. Die gezeigten Illustrationen entstanden im Umfeld der Künstlergruppe „junger westen“ für das Programm der Ruhrfestspiele in Recklinghausen. Sie werden zum ersten Mal ausgestellt.

    In den 1940er Jahren illustrierte Schumacher Szenen aus diversen Stücken, von Georg Büchners „Woyzeck“ über Goethes „Faust“ bis zu William Saroyans „The time of your Life“ und Kurt Jooss’ Ballett „Der grüne Tisch“ aus dem Jahr 1951. Auch eine Illustration zu Igor Strawinskys Musiktheaterstück „Geschichte vom Soldaten“ ist zu sehen. Mit diesem Theaterstück – den Text sprach Theaterintendant Norbert Hilchenbach – wurde 2009 die Kammerkonzertreihe im Kunstquartier eröffnet. Die figürlichen Illustrationen tragen zwar Schumachers Handschrift, sind aber nicht repräsentativ für das Gesamtwerk des Künstlers, sondern symbolisieren eine kurze Schaffensphase gegen Ende der 40er Jahre.

    Allerdings gab es eine enge Bindung zwischen Schumacher auf der einen und allen Facetten des Theaters auf der anderen Seite. „An seinen Bildern merkt man, wie verblüffend nah Schumacher am Theater dran war, wie er Kontakte zu den Theaterschaffenden aufbaute“, zeigt sich Norbert Hilchenbach, Intendant des Theaters Hagen, beeindruckt.

    Die kleine Ausstellung zum Geburtstag des Theaters ist somit ein „Gruß von Haus zu Haus“, freut sich auch Klaus Hacker, Vorsitzender des Theaterfördervereins, über die sympathische Geste.