Aechterbiecksche Standarte in der Heimatstube

Zahlreiche ehemalige Mitglieder der „Aechterbieckschen Landsknechte & Husaren“ überreichten am 20. Mai der Leiterin der Heimatstube

Zahlreiche ehemalige Mitglieder der „Aechterbieckschen Landsknechte & Husaren“ überreichten am 20. Mai der Leiterin der Heimatstube, Marlis Schäfer (r.), die alte Standarte, die bei zahlreichen Auftritten voran getragen wurde. (Foto: André Sicks)

Gevelsberg. (Red.) Nachdem die „Aechterbieckschen Landsknechte & Husaren“ beim Kirmesabend 2004 noch einmal ihr Können im Zusammenspiel mit einem Blas­orchester unter Beweis gestellt hatten, endete an jenem Abend dann auch gleichzeitig ein halbes Jahrhundert Gevelsberger Musikgeschichte. Vier Jahre zuvor nahm man noch einmal am Kirmeszug teil.

Mittlerweile ist es zwar still geworden um die ehemaligen Musiker, die nicht nur „Kinder“ der Gevelsberger Kirmes und als Verein auch ein „Ableger“ des Gevelsberger Kirmesvereins waren, doch nach wie vor pflegen sie ihre stets gute geführte Kameradschaft in Form eines sogenannten Freundeskreises weiter, welcher sich einmal im Monat zu einem kühlen Bierchen und guten Gesprächen in der Gaststätte „Zur Juliushöhe“ trifft. Gemeinsame Fahrten und interne Feste krönen immer wieder diese Zusammenkunft.
„Sie sind und werden stets ein fester Bestandteil unserer Heimatgeschichte sein“, sagte Günter Decker, der Vorsitzende des Gevelsberger Heimatvereins am 20. Mai dieses Jahres. An jenem Samstagvormittag überreichten nämlich die ehemaligen Erfolgsmusiker der Heimatstube ihre alte ehrwürdige Standarte.
„Lange Jahre hat unser erst kürzlich verstorbenes Mitglied Walter Benfer voller Stolz die Standarte getragen – bis es ihm aus Altersgründen nicht mehr möglich war“, berichtete Axel Gosewisch. Es war für alle ein bewegender Moment, denn mit der Übergabe der Standarte erweiterte sich der Bestand der Heimatstube an Unikaten aus der Ära der ­„Aechterbieckschen Landsknechte & Husaren“. Zu sehen ist dort, neben den alten Uniformen, auch das erste selbstgestickte Fanfarentuch, wie Marlis Schäfer erzählte.