Antennenwechsel: Aus DVB-T wird DVB-T2 HD

Aus DVB-T wird am 29. März endgültig DVB-T2 HD. Für ungetrübtes Fernsehvergnügen über Antenne müssen dann neue Geräte angeschafft werden. Privatsender sind zudem nur noch kostenpflichtig empfangbar. (Foto: olly

Aus DVB-T wird am 29. März endgültig DVB-T2 HD. Für ungetrübtes Fernsehvergnügen über Antenne müssen dann neue Geräte angeschafft werden. Privatsender sind zudem nur noch kostenpflichtig empfangbar. (Foto: olly, fotolia.com) An diesem Logo sind Geräte zu

Hagen. (Red./je) Fernsehen gehört zu einem der beliebtesten Hobbys der Deutschen: Der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung zufolge guckte im Jahr 2016 jeder von uns durchschnittlich 223 Minuten Fernsehen pro Tag. Über Kabel, Satellit oder Antenne – in vielen deutschen Wohnzimmern flimmert tagtäglich der Fernseher.
Doch dieses Jahr wird umgestellt. Das bisherige Antennenfernsehen wird durch einen neuen Übertragungsstandard ersetzt. Aber wer ist von der Umstellung betroffen und wann ist es so weit?
„Die Umstellung betrifft das bestehende DVB-T-Antennenfernsehen. Dieses wird ab 29. März schrittweise durch den neuen Übertragungsstandard DVB-T2 HD ersetzt. Das heißt auch: Für Kunden von Kabel- oder Satellitenfernsehen ändert sich nichts“, erklärt Bettina Benner vom Wohnungsunternehmen Vonovia.
Region für Region
Die Umstellung ist eine Reaktion auf den zunehmenden Zuschauerwunsch nach HD-Programmen. Die neue Übertragungsart DVB-T2 bietet diese und damit eine bessere Bildualität und auch mehr Programme als zuvor.
Der alte Standard des Antennenfernsehens wird Schritt für Schritt abgelöst. Am 29. März geht es mit rund 40 öffentlich-rechtlichen und privaten Programme zunächst in den norddeutschen Ballungszentren, in Berlin, Jena, Halle und Leipzig, in süddeutschen Metropolregionen sowie im Ruhrgebiet und dem Rheinland von Düsseldorf über Köln bis nach Bonn und Aachen los.
Anschließend erfolgt die Umstellung in den Mittelzentren bundesweit und bis Mitte 2019 werden dann alle weiteren Regionen des Landes angeschlossen sein.
Privat wird kostenpflichtig
Mit Abschluss der Umstellung werden sämtliche per Antenne übertragenen Programme nur noch in hochauflösender HD-Qualität gesendet. Damit werden die privaten HD-Programme kostenpflichtig, ein Empfang ist nur noch über ein Abo möglich, das 69 Euro im Jahr kostet.
Das öffentlich-rechtliche Fernsehen ist zwar weiterhin frei empfangbar, jedoch werden generell neue Empfangsgeräte benötigt, die alten DVB-T-Empfänger, die oft bereits in Fernseher eingebaut sind, funktionieren nicht mehr.
Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann schon vor Umstellung ein neues Empfangsgerät kaufen – diese empfangen auch Programme nach dem alten Standard. Wurde einmal umgestellt, sind die alten Geräte sofort nicht mehr nutzbar. Laut Auskunft der Verbraucherzentrale wird es keinen Parallelbetrieb geben.
Wer noch einen alten Röhren-Fernseher in Betrieb hat, muss ebenfalls ein neues Empfangsgerät kaufen und dabei unbedingt darauf achten, dass dies einen „Scart“-Ausgang besitzt. Grundsätzlich ist dann auch mit den alten Geräten der DVB-T2-Empfang möglich, jedoch nicht in HD-Qualität.
Richtige Geräte
Hierzulande wird DVB-T2 mit einer anderen Technik umgesetzt als in Frankreich, Großbritannien und Österreich. DVB-T2-Boxen oder Fernseher im Ausland zu kaufen, wäre daher fatal: Diese funktionieren in Deutschland nicht. Set-Top-Boxen und Flachbildfernseher, die für den DVB-T2-Empfang in Deutschland geeignet sind, erkennt man im Handel an einem speziellen grün-weißen „DVB-T2 HD Logo“.
Weitere Informationen gibt es online auf dem offiziellen Infoportal www.DVB-T2HD.de.