Auf welchem Dach lohnt sich ein „Sonnenkraftwerk“?

Stellten das Solarkataster für Schwelm und Gevelsberg vor: (von links) Thomas Striebeck (Leitung Immobilienmanagement der Stadt Schwelm), Gevelsbergs Bürgermeister Claus Jacobi, Matthias Sprenger (Umweltbeauftragter Stadt Gevelsberg), Schwelms Bürgermeister Jochen Stobbe sowie Winfried Hoppmann  und Kai Sieverding (beide AVU). (Foto: Frank Schmidt)
Stellten das Solarkataster für Schwelm und Gevelsberg vor: (von links) Thomas Striebeck (Leitung Immobilienmanagement der Stadt Schwelm), Gevelsbergs Bürgermeister Claus Jacobi, Matthias Sprenger (Umweltbeauftragter Stadt Gevelsberg), Schwelms Bürgermeister Jochen Stobbe sowie Winfried Hoppmann und Kai Sieverding (beide AVU). (Foto: Frank Schmidt)

Gevelsberg/Schwelm. (zico) Jetzt können Häuslebesitzer und solche, die es werden wollen, auf einen Blick erkennen, ob der Standort der eigenen vier Wände sich gut, weniger gut oder gar nicht für eine Photovoltaik-Anlage eignet. Auch wenn die Sonne es in letzter Zeit nicht ganz so gut mit den Menschen in heimischen Breiten meint: Vor wenigen Tagen ging in Gevelsberg und Schwelm das Solarpotenzialkataster ans Netz. Mit diesem Service der beiden Städte und der AVU können interessierte Hausbesitzer im Internet über das Internet prüfen, ob sich eine Photovoltaik-Anlage energetisch und wirtschaftlich lohnt.

Zu diesem Zweck wurde ein Kartenwerk erstellt, in dem Dachflächen in die Kategorien „gut geeignet“, „geeignet“ oder „nicht geeignet“ eingeteilt sind. Hinzu kommt beim Klick auf die Dachfläche die Prognose auf zu erwartende Erträge für eine Photovoltaik-Anlage einschließlich der eingesparten Menge Kohlendioxid. Strrom wird übrigens nicht nur bei strahlendem Sonnenschein produziert. „Auch wenn der Himmel bedeckt ist, bringt die Anlage noch Leistung“, räumt AVU-Vertriebschef Winfried Hoppmann mit einer weit verbreiteten Fehlinformation auf.

Bürgermeister Claus Jacobi freute sich über das neue Angebot für die Bürger: „In Gevelsberg gibt es ein großes Interesse und Engagement für erneuerbare Energien. Ohne das Engagement wäre es für die Städte erheblich aufwändiger und teurer gewesen, den Bürgern eine solche Karte zur Verfügung zu stellen, die so unkompliziert genutzt werden kann.“ Auch Schwelm Bürgermeister, Jochen Stobbe, sieht in dem Angebot eine wichtige Informationsquelle: „Sicher haben wir das Potenzial in unserer Stadt noch nicht ausgeschöpft. Und mit dem Solarpotenzialkataster kann jetzt jeder prüfen, ob sich die Investition in eine Photovoltaik-Anlage lohnt.“

„Möglich geworden ist die Erstellung des Solarpotenzialkatasters dank des Engagements unserer Grünstrom-Plus-Kunden“, erklärte Winfried Hoppmann dazu. Denn diese Kunden der AVU zahlen einen Cent mehr pro verbrauchter Kilowattstunde, um Anlagen und Projekte rund um erneuerbare Energien zu unterstützen.

„Mit dem Solarpotenzialkataster bietet die AVU eine konkrete Maßnahme an, wie die Menschen in der Region etwas aktiv für den Klimaschutz tun können. Und das passt auch zur Energie-Effizienz-Region Ennepe-Ruhr, mit der die Energie- und CO2-Ziele der Bundesregierung bis zum Jahr 2020 erfüllt werden sollen“, verdeutlichte Kai Sieverding, AVU-Verantwortlicher für die Kommunen. Auch Thomas Striebeck (Leitung Immobilienmanagement der Stadt Schwelm) und Matthias Sprenger (Umweltbeauftragter Stadt Gevelsberg), die Experten in den jeweiligen Stadtverwaltungen für dieses Thema, nahmen an der Präsentation des Solarkatasters teil, denn das Interesse in der Bürgerschaft ist groß. „Drei Viertel der Menschen sind bereit, in die Energiewende zu investieren“, so Matthias Sprenger. Mit Gevelsberg und Schwelm sind es jetzt vier Städte, die mit AVU-Unterstützung das Solarpotenzialkataster anbieten. Die fünfte, Hattingen, folgt in Kürze.

Nach dem ersten Mausklick zur Photovoltaik-Anlage bietet der Energieversorger in dem Internet-Programm im Übrigen weitere Beratung zu den Themen Photovoltaik und erneuerbare Energien an.

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