AVU mit 2014 zufrieden

Gevelsberg. (je) Der heimische Energieversorger AVU stellte jetzt seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 vor. Außerdem wagten AVU-Vorstand Uwe Träris und Winfried Hoppmann, Leiter Markt und Vertrieb, einen kleinen Ausblick in die Zukunft.

Uwe Träris, Vorstand, und Winfried Hoppmann, Leiter Markt und Vertrieb, stellten die aktuellen Zahlen der AVU vor. (Foto: Jan Eckhoff)
Uwe Träris, Vorstand, und Winfried Hoppmann, Leiter Markt und Vertrieb, stellten die aktuellen Zahlen der AVU vor. (Foto: Jan Eckhoff)

Warmer Winter

Da der Winter 2013/14 und das Jahr 2014 insgesamt sehr warm waren, wurde etwa ein Drittel weniger Gas abgesetzt. Auch immer bessere Energiesparmaßnahmen trugen hierzu bei. Diese machen sich natürlich auch beim Wasser- und Stromverbrauch bemerkbar. Beim Wasser war daher ebenfalls ein minimaler Rückgang im Verbrauch spürbar, beim Strom hingegen verkaufte die AVU trotzdem fünf Prozent mehr Kilowattstunden als im Vorjahr.

Wichtige Industrie

Grund für den höheren Stromverbrauch sind jedoch nicht die Privathaushalte: „Industriekunden sind das prägende Element der Region. Sie haben einen erheblichen Anteil am Volumen“, so Winfried Hoppmann. Um diesen einen besonderen Service zukommen zu lassen, habe man über ein Marktforschungsinstitut 360 Großkunden befragen lassen. Das Ergebnis war für die AVU äußerst zufriedenstellen: Insbesondere im Bereich der für das produzierende Gewerbe lebenswichtigen Versorgungssicherheit sieht eine überwältigende Mehrheit der Kunden den regional präsenten Energiedienstleister als besonders zuverlässig an. Hierzu trägt entscheidend bei, dass das Netz von Gevelsberg aus betreut wird und dass bei Störungen besonders schnell und ortsnah eingegriffen werden kann.

Doch nicht nur in der Region gilt die AVU den Firmenkunden als zuverlässige Marke. Beginnend mit bundesweiten Standorten ihrer Kunden aus dem EN-Kreis konnte das Geschäft auf ganz Deutschland ausgeweitet werden.

„Verglichen mit unserem Kerngebiet verkaufen wir außerhalb mittlerweile die doppelte Menge Strom und sogar die dreifache Menge Gas.“
Winfried Hoppmann

Engagiert im Kreis

Trotz der guten Verkaufszahlen außerhalb sieht sich die AVU jedoch in einer regionalen Verantwortung. Insgesamt sichert das Unternehmen etwa 1200 Arbeitsplätze im südlichen EN-Kreis. In allen sieben Städten werden Privatkunden in den „AVU-Treffpunkten“ beraten. Jährlich wird pro Einwohner etwa ein Euro, insgesamt also etwa 230.000 Euro, für die Förderung von Kultur, Sport, Stadtmarketing und sozialen Belangen aufgewendet. Und zwar gleichmäßig auf alle Städte und Bereiche verteilt.

Ausblick

Gemessen am ersten Halbjahr 2015, ebenfalls seinen ersten sechs Monaten als Vorstand, blickt Uwe Träris optimistisch in die Zukunft. Da die AVU keine Beteiligungen an konventionellen Kraftwerken hält, ist sie von der aktuellen „Energiekrise“ weniger betroffen als manche Konkurrenten. Stattdessen wird in erneuerbare Energien investiert, vorwiegend in Windkraftanlagen in Deutschland und auf dem Festland. „Offshore machen wir nicht und werden wir auch nicht machen“, so Träris. An den Beratungsangeboten vor Ort soll festgehalten werden.

„Kundennähe zu leben, ist unsere Stärke.“
Uwe Träris

Bei den Verbraucherpreisen sieht der Vorstand zumindest bei Gas und Strom bis 2016 keine Steigerungen. Wie sich jedoch mögliche Gesetzesänderungen im Herbst auf den Anteil der Steuern am Strompreis auswirken, die bereits schon etwa die Hälfte ausmachen, ist kaum abzuschätzen.

Azubis gesucht

2014 beschäftigte die AVU durchschnittlich 468 Menschen, 20 davon waren Auszubildende. Diese Zahl möchte man gerne mindestens halten, was sich jedoch schwierig gestaltet. „Wir suchen händeringend Azubis“, betont Uwe Träris. Obwohl die AVU sehr gute Zukunftsperspektiven und sichere Anstellungsverhältnisse bietet, sei es schwer, manche Stellen zu besetzen.

Insbesondere im Bereich Elektronik/Betriebstechnik sowie bei den Anlagenmechanikern sind noch Ausbildungsplätze frei. Weiterhin werden aber auch Industriekaufleute, Geomatiker, Lageristen und neuerdings sogar Informatiker ausgebildet. Wer also noch keinen Ausbildungsplatz für die Zeit nach den Sommerferien hat, sollte sich rasch bei dem Energieversorger informieren.