AVU sieht sich weiter als verlässlicher Partner

Freuen sich über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016: AVU-Vorstand Uwe Träris und kaufmännischer Prokurist Hans-Jörg Beckmänning. (Foto: Sarah Schwarz)

Freuen sich über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016: AVU-Vorstand Uwe Träris und kaufmännischer Prokurist Hans-Jörg Beckmänning. (Foto: Sarah Schwarz)

Gevelsberg. Später als in den Vorjahren, aber mit gleichem, kontinuierlichem Erfolg schließt die AVU das Geschäftsjahr 2016 ab. Auf der Hauptversammlung beschlossen die Aktionäre (EN-Kreis, die Städte Gevelsberg, Schwelm und Ennepetal sowie die Innogy SE) eine Gewinnausschüttung von 14,4 Millionen Euro. Das entsprich exakt einem Euro Dividende je Aktie und damit dem Ergebnis aus dem Vorjahr.

„Wir haben unsere Zusagen gegenüber den Anteilseignern halten können – und das in einem immer dynamischer werdenden Markt“, so AVU-Vorstand Uwe Träris am vergangenen Donnerstag, 13. Juli, auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens. Der Gewinn der AVU ist seit 2011 stabil.
Geschäftsjahr 2016
„Der Wettbewerb im Strom- und Gasbereich bleibt intensiv. Darin begründet liegt der Umsatzrückgang für das vergangene Geschäftsjahr“, erläuterte der AVU-Vorstand. „Beim Strompreis haben wir nur die Erhöhung der EEG-Umlage und der regulierten Netzentgelte weitergegeben. Der Gaspreis blieb stabil.“ Die Absatzmengen für Strom und Gas gingen im Vergleich zum Vorjahr zurück (Strom: -11,5 Prozent, Gas: -17,4 Prozent). Beim Wasser blieb der Absatz entsprechend dem langjährigen Trend stabil.
Hans-Jörg Beckmänning, kaufmännischer Prokurist der AVU, ergänzte: „Auch unsere beiden wichtigsten Beteiligungsgesellschaften AVU Netz und AU Serviceplus liefern ebenso gute Ergebnisse wie unsere Finanzanlagen. Wir sind solide aufgestellt.“
Wertschöpfung
Die regionale Wertschöpfung der AVU ging leicht zurück auf 70 Millionen Euro (Vorjahr: 72,2 Millionen Euro). In dieser Summe werden Dividende, Konzessionsabgaben, Gewerbesteuerzahlungen an alle Städte des Kreises und weitere Leistungen wie Beschaffungskosten, Lohnzahlungen sowie weitere Steuern und Spenden zusammengefasst. Der Marktanteil der AVU im Netzgebiet (Ennepe-Ruhr-Kreis ohne Witten und Herdecke) lag 2016 beim Strom und Gas bei knapp über 80 Prozent. Eine erfreuliche Zahl bei großer Konkurrenz auf dem Markt, wie Träris und Beckmänning betonen.
„Das ist und bleibt unsere größte Herausforderung: Wir müssen Strom- und Gasangebote für die digitale Welt entwickeln und so auch neue Kunden gewinnen“, betonte Träris. „Gleichzeitig haben wir langjährige und treue Kunden, die uns ihr Vertrauen schenken und die wir weiterhin zuverlässig mit Energie und Wasser versorgen werden.“
Grundlegender Umbruch
Wie bei allen Stadtwerken der Branche weiß man auch bei der AVU, dass ein grundlegender Umbruch der Energieversorgung begonnen hat. Sowohl die Kundenansprüche als auch die technischen Möglichkeiten werden immer digitaler.
Auch die Herausforderung der Energiewende muss und will die AVU natürlich meistern, zum Beispiel die steigende Zahl dezentralisierter Einspeiser ins Stromnetz. „Die gesamte Branche wird durch politische Beschlüsse und Vorgaben bestimmt“, erklärte Träris. „Aber wir bereiten uns vor: Ein Mieterstrom-Modell für die Nutzung von Photovoltaik-Strom als Dienstleistung vor allem für die Wohnungswirtschaft ist fertig. Und die großflächige Umrüstung auf digitale Stromzähler wird durch unsere Netzgesellschaft vorbereitet. Die AVU wandelt sich permanent, bleibt aber der verlässliche Partner für die Energie- und Wasserversorgung in der Region“, betonte Träris abschließend.