AVU und Mark-E arbeiten gemeinsam an sicherer Versorgung mit Trinkwasser

Machen sich stark für eine sichere Trinkwasser-Versorgung (v.l.): Markus Kosch (Prokurist AVU Netz)

Machen sich stark für eine sichere Trinkwasser-Versorgung (v.l.): Markus Kosch (Prokurist AVU Netz), Uwe Träris (Vorstand der AVU), Erik Höhne (Vorstandssprecher Enervie), Volker Neumann (Geschäftsführer Enervie Vernetzt), Hansjörg Sander (Geschäftsführer

EN-Kreis. (Red.) Die beiden Trinkwasser-Versorger Mark-E, ein Unternehmen der ­Enervie-Gruppe (Hagen), und AVU (Ennepe-Ruhr-Kreis) haben eine langfristige Kooperation vereinbart, um sich gegenseitig mit Trinkwasser „auszuhelfen“. Erik Höhne, Vorstandssprecher der Enervie, und Uwe Träris, Vorstand der AVU, stellten die Grundzüge der geplanten Zusammenarbeit jetzt im AVU-Wasserwerk Volmarstein vor.
Sicherungsmaßnahme
Die beiden Wasserleitungsnetze (AVU Netz: 1.252 km; Enervie Vernetzt: 750 km im Netzbereich Hagen) bekommen in ihrem nördlichen Bereich eine Verknüpfung. Die Leitung soll das Wasserwerk Hengstey der Mark-E mit dem AVU-Netz in Volmarstein verbinden. Das ist eine der Voraussetzungen für die AVU, um das Wasserwerk in Volmarstein außer Betrieb zu nehmen.
Dabei handelt es sich aber nur um eine Sicherungsmaßnahme, denn bereits jetzt wird das AVU-Wasserwerk im Ruhrtal nur an wenigen Tagen im Monat in Betrieb genommen. Das Trinkwasser für die AVU-Kunden kommt nahezu vollständig aus dem Wasserwerk Rohland an der Ennepe-Talsperre – im letzten Jahr waren es rund 8,2 Millionen Kubikmeter.
„Für uns ist die Kooperation mit Mark-E dennoch sehr wichtig, denn so haben wir die bestmögliche Versorgungssicherheit für unsere Kunden“, erklärt AVU-Vorstand Träris.
Das sieht Erik Höhne, Vorstandssprecher der Enervie, genauso: „Die gegenseitige Lieferung von Trinkwassermengen optimiert Ressourcen und gibt uns noch mehr Sicherheit in der Trinkwasser-Versorgung. Wir praktizieren dies ja in kleinerem Umfang schon lange zwischen der Hasper Talsperre, dem Bereich Volmetal und dem AVU-Wassernetz in Ennepetal.“
Neugestaltung möglich
Neben den technischen Vorteilen für die Versorgungssicherheit betonen beide Unternehmen aber auch einen anderen Aspekt: Wenn das Wasserwerk Volmarstein nicht mehr in Betrieb ist, bieten sich für die Stadt Wetter und die gesamte Region neue Möglichkeiten, diesen Abschnitt des Ruhrtals zu gestalten. Und diese Chance unterstützen die beiden Wasserversorger natürlich gerne.
Modernisieren
Bei Wartungen oder Reparaturen und bei unvorhergesehenen Ausfällen der Wasserwerke gibt die neue Leitung beiden Unternehmen also mehr Sicherheit: Der Beginn der Baumaßnahmen ist frühestens Mitte 2018 geplant, die Fertigstellung im Jahr darauf. Neben einer neuen Leitung muss die AVU Netz auch das Pumpwerk in Volmarstein modernisieren.
Denn das Wasser muss ja bei Bedarf den Berg hoch nach Volmarstein gepumpt werden, um dann ins weitere Netz, also in die Südkreis-Städte fließen zu können.