Bauern- und Erlebnismarkt in Rüggeberg

Fördervereins-Vorsitzender Jens Knüppel, Margot Steffen vom Kirchcafé, Fördervereins-Vorstandsmitglied Jürgen Burggräfe und Pfarrer André Graf (von rechts) vor der Kirche in Rüggeberg. (Foto: Stefan Scheler)

Ennepetal. (Sche) „Unter den Ennepetaler Festen ist von der Zahl der Stände her nur die Voerder Kirmes größer als der Bauern- und Erlebnismarkt in Rüggeberg“, zeigte sich Jens Knüppel, Vorsitzender des ausrichtenden Fördervereins der Evangelischen Kirchengemeinde Rüggeberg, bei der Vorstellung des Programms im Gemeindehaus stolz auf das in der Geschichte dieser Veranstaltung Erreichte: „Mit 34 Stationen vor der Kirche bieten wir für jeden Geschmack etwas Passendes an.“

So gibt es in der zwölften Auflage der Präsentation ländlichen Lebens, die am Samstag, 25. Mai 2013, von 13 bis 18 Uhr und am Sonntag, 26. Mai 2013, von 11 bis 18 Uhr vor der Kirche in Rüggeberg stattfindet, unter anderem eine Tierschau, in der auch die Dötze erfahren können, dass die Milch nicht aus der Fabrik kommt und die Eier nicht auf Bäumen wachsen. Kühe, Ziegen und Pferde lassen sich nicht nur streicheln, sondern die edlen Rösser dulden die kleinen Bauernmarkt-Gäste auch auf ihren Rücken.

Die Produkte der tierischen Landbewohner können die erfahrungsgemäß zahlreichen Besucher des Bauern- und Erlebnismarkts vor Ort erstehen, gibt es doch Honig, Likör, Kräuterspezialitäten, Fisch, Käse und vieles mehr aus Wald und Flur im Angebot. Freunde leckeren Wildbrets kommen ebenso auf ihre Kosten wie die Genießer frischen Landbrots oder die Vitaminbewussten, für die reichlich Obst und Gemüse, frisch vom Erzeuger, bereitliegt. Blumen und Handarbeiten erfreuen das Auge und taugen auch zu manch nützlichen Anwendungen.

Die Kinder, wenn sie denn die Vierbeiner genug geknuffelt haben, können sich auf einer Strohburg, der rustikalen Alternative zum Gummi-Hüpfschloss, austoben oder bei Schmiedevorführungen der Familie Krenzer am Sonntag sowie der Schau historischer Landmaschinen, welche die Familie Dresel zeigt, etwas fürs Leben lernen.

Auch für Erwachsene dürften die anschaulichen Informationen über die lokale Natur höchst interessant sein, welche die Biologische Station, der Naturschutzbund, der Landwirtschaftsverband und die rollende Waldschule des Hegerings EN vortragen.

Sieben Vereine und Institutionen sind in das bunte Treiben eingebunden: Der Bauernmarktverein EN/Hagen, Raiffeisen Südwestfalen, der Förderverein der Grundschule Rüggeberg, der Evangelische Kindergarten Rüggeberg, der Turnverein Rüggeberg, der Heimatverein Rüggeberg und der Campingplatz Rüggeberg.

„Der Markt verbindet Quantität mit Qualität“, verspricht Jens Knüppel zahlreiche Attraktionen: „Auch das Wetter wird kein zentrales Problem, da wir einen schnellen Wechsel von draußen nach drinnen ins Kirchcafé vornehmen können.“ Dort warten selbstgebackene Kuchen und Torten auf die Hungrigen, und auch französische Crêpes lassen das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Sogar an die Fußball-Begeisterten ist gedacht. Weil der Ablauf am Samstag, 25. Mai, zeitlich in die Anstoßphase des Champions League-Finales zwischen Borussia Dortmund und Bayern München übergeht, ist auf dem Kirchplatz, in bequemer Nähe zu Bierwagen und Bratwurststand eine Großbildwand aufgebaut, so dass man keinen Spielzug verpasst.

„Erfahrungsgemäß kommt die Tierschau super an“, weiß Jens Knüppel nach etlichen Jahren: „Auch die historischen Landmaschinen faszinieren ständig aufs Neue.“ Wichtig ist dem Ennepetaler Lokalpolitiker, dass mit allen Erlösen der Veranstaltung das Geld für die längst fällige Renovierung der Kirche zumindest teilweise zusammenkommt. Am 18. November 2000 hatte sich der Förderverein der Evangelischen Kirchengemeinde Rüggeberg mit seinen inzwischen über 70 Mitgliedern auch für diesen Zweck gegründet. Bis 2015 soll zum Beispiel die Innenrenovierung des Gotteshauses in Angriff genommen sein. „Das wird dann etwa 250.000 Euro kosten“, rechnete Jens Knüppel vor: „Ein Grund mehr, zahlreich zum 12. Bauern- und Erlebnismarkt zu kommen, damit die um 1798 errichtete und als Denkmal geschützte Rüggeberger Kirche noch lange im alten und neuen Glanz erstrahlt.“