Bipolar: Selbsthilfegruppe in Sprockhövel

Gabriele Hase leitet die Selbsthilfegruppe für bipolare Menschen. (Foto: privat)

Gabriele Hase leitet die Selbsthilfegruppe für bipolare Menschen. (Foto: privat)

Hattingen/Sprockhövel. Die Bipolare Störung, besser bekannt unter dem Begriff „Manische Depression“ oder „Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt“, ist eine Gemütserkrankung bei der sich nicht nur die Stimmung der Erkrankten ändert, sondern auch ihr Handeln und Denken.

Auf der einen Seite steht „himmelhoch“ die Manie. Sie zeigt sich durch ein großes Selbstwertgefühl, durch gesteigerte Euphorie und enorme, chaotische Aktivitäten bis hin zum Zusammenbruch. Auf der anderen Seite folgt das „zu Tode betrübte“ Loch, die Depression. Antriebslosigkeit, Traurigkeit und der Verlust von Lebensfreude sind manchmal so stark, dass sie Selbstmordgedanken mit sich bringen. Zwischen diesen Intervallen befinden sich „gesunde“ Phasen in unterschiedlicher Länge.
Eine Ursache der Erkrankung kann eine Vererbung sein. Oftmals ist die Bipolare Störung auch mit einer Suchterkrankung gepaart. So sind manche Alkoholiker nur dadurch zur Sucht gekommen, weil sie ihre übersteigerten Aktivitäten, die oft mit nur wenigen Stunden Schlaf pro Nacht einhergehen, mit Alkohol betäuben wollten. Heilbar ist eine Bipolare Störung nicht, aber mit Psychotherapie und Medikamenten sehr gut zu behandeln.
Selbsthilfe
Auch der Besuch einer Selbsthilfegruppe kann für Betroffenen und deren Angehörige erleichternd sein. Seit dem vergangenem Jahr gibt es solch eine Gruppe für Hattingen und Sprockhövel. Die Gruppe trifft sich jeden zweiten und vierten Montag im Monat von 19 bis 20.30 Uhr im „Café Sprungbrett“ in Hattingen, Steinhagen 19. Sowohl direkt Betroffene als auch Mitbetroffene, also Freunde oder Verwandte, sind dort willkommen.
Weitere Infos gibt es bei Gabriele Hase unter Tel. 02324 / 596076 oder E-Mail: g.hase1951@gmail.com.