Der Piratenpartei auf der Spur

Birte Porsch (18) kann der Piraten-Partei viel Gutes abgewinnen. (Foto: JAW)

Gevelsberg. (Jaw) Die Piratenpartei zieht in den Landtag Berlins ein. Am 18. September 2011 erhielt die Partei gut neun Prozent der Stimmen der Wähler. Anlässlich des Ergebnisses zog der Wochenkurier auf die Straßen Gevelsbergs und wollte wissen, was die Jugendlichen von der Partei denken.

Marko Relja (19) sieht die Piraten-Partei kritisch. (Foto: JAW)

Die 18-jährige Birte Porsch ist der Meinung, dass die Piraten gute Grundsätze verfolgen. „Ich sehe bei ihnen ein sehr großes Wachstumspotenzial. Da sie alle Arten von Mitgliedern haben und jeden aufnehmen, sind sie für mich ein Beweis für die Demokratie.“ Und sie sind rebellisch, fügt Birte hinzu. „Ich finde es sehr bezeichnend, dass sie gegen die Politik der großen Parteien sind und sich demonstrativ gegen sie stellen. Ich würde sie wohl wählen, wenn ich ein paar Informationen mehr über sie gesammelt habe.“

Marko Relja ist 19 Jahre alt und denkt zwar positiv, aber doch auch kritisch über die Partei: „Die Motive sind gut, aber ihre Ziele werden sie nicht erreichen.“ Insofern glaubt Relja nicht, dass die Piraten noch lange fortbestehen werden. „Ich sehe eine große Schwierigkeit in den Zielen der Partei, da sich zum Beispiel das Schwarzfahren in Bussen nicht, wie von den Piraten gewünscht, abschaffen lässt.“

Joy Güldener ist ebenfalls 19 Jahre alt. Sie ist ein Fan der Piraten: „Ich finde es gut, dass die Piraten gegen einen Überwachungsstaat kämpfen, der sich derzeit entwickelt. Das kann man an den vielen Kontrollen und auch an den neuen Ausweisen sehen.“ Sie hofft auf einen erfolgreichen Weiterbestand der Partei, „gerade weil sie in Berlin den Sprung in den Landtag geschafft haben“. „Auch wenn es Leute gibt, die nicht an den Erfolg glauben, und sie deswegen nicht wählen – ich würde sie immer wählen.“