Elfter Spendenlauf in Gevelsberg

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Gevelsberg. (Red.) Zum elften Mal veranstaltet das Städtische Gymnasium Gevelsberg einen Spendenlauf zur Unterstützung eines Entwicklungsprojektes. In diesem Jahr wurde ein länderübergreifendes Projekt bei „Misereor“ ausgewählt.

In der peruanischen Hauptstadt Lima leben zehntausende Menschen in riesigen Armenvierteln unter menschenunwürdigen Bedingungen. Ohne Wasser und sanitäre Anlagen wohnen sie in häufig einsturzgefährdeten Gebäuden. Müllberge und Blei-Schmelzöfen vergiften die Luft und machen die Menschen krank. Die Misereor-Partnerorganisation CIDAP engagiert sich für die Menschen in den Slums, klärt die Bevölkerung auf, lässt bleivergifte Kinder medizinisch behandeln und organisiert Gesundheitskampagnen. Es werden u.a. Duschen und Toiletten gebaut.

Beteiligung ist Entwicklung

„Beteiligung ist Entwicklung“: Unter dieses Motto hat die kirchliche Initiative „Focapaci“ ihre Arbeit in El Alto gestellt. Die in 4.000 Meter Höhe gelegene Stadt – ursprünglich ein Slumgebiet von La Paz – gehört zu den ärmsten Großstädten Lateinamerikas. Um die Lebensbedingungen der zu fast 90 Prozent aus Landflüchtlingen bestehenden Bevölkerung nachhaltig zu verbessern, setzt „Focapaci“ in erster Linie auf die Bildung von Bürgerinitiativen, die verbriefte Staatsbürgerrechte geltend machen und selbst Projekte zur Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen durchführen können.

In Guayaquil arbeitet „Misereor“ mit „Hogar de Cristo“ zusammen. Die vom Jesuitenorden gegründete Organisation unterstützt die Bewohner der Armenviertel schon seit über 30 Jahren dabei, ihre Lebensverhältnisse dauerhaft zu verbessern. In eigenen Werkstätten fertigt die Organisation aus Holz und Bambus das Material für einfache Häuser vor, die von den Menschen dann selbst zusammengebaut werden. Inzwischen hat „Hogar de Cristo“ mehr als 51.000 Häuser produziert und damit rund 300.000 Menschen ein würdiges Zuhause ermöglicht.

2,5 km lang

An dem Spendenlauf am kommenden Montag, 1. Juni, ab 11.30 Uhr nehmen die Schüler der fünften und sechsten Jahrgangsstufe teil. Die Strecke verläuft vom Sportzentrum West bis zur Autobahnbrücke in der Bruchmühle und zurück. Die Schüler können diese 2,5 km lange Strecke bis zu zwei Mal laufen.

Über spendende Unterstützer würden sich Schulleiterin Gabriele Streckert und Bürgermeister Claus Jacobi, der auch Schirmherr der Aktion ist, sehr freuen.