Ennepetaler Ehrenämtler besuchen Mucher Käserei

Ennepetal. Da kann einem schon einmal das Wasser im Mund zusammenlaufen: Einen ganzen Tag lang drehte sich bei den Inhabern der Ehrenamtskarte alles um den herzhaften Klutert-Käse.

Bei dem von der Kluterthöhle und Freizeit in Zusammenarbeit mit der Stadt Ennepetal organisierten Ausflug zur Käserei nach Much gingen die Teilnehmer zu Beginn auf eine Entdeckungstour in den Felsenkeller an der Kölner Straße in Ennepetal.
Hier lagert der Klutert-Käse von Jule’s Käsekiste seit Oktober 2013 im Klutert-Gestein in einem eigenen Reiferaum. Bis zu 2.500 Käselaibe finden hier Platz. Einmal pro Woche werden diese auf den Holzregalen ­gewendet.
Zugemauert
Ursprünglich wurde der Raum zur Lagerung von Bier und Eisblöcken angelegt. Im zweiten Weltkrieg diente er als Luftschutzraum. Nach dem Krieg gab es keine Verwendung mehr und der Raum wurde kurzerhand einfach zugemauert.
„Für unseren einzigartigen Käse wurde er als perfekter Reiferaum aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst“, berichtet Dipl.-Käsesommelier Tom Wilmes von Jule’s Käsekiste. „Nach der ersten Probelagerung stellte sich sehr schnell heraus, dass sich das konstante Klima von circa neun Grad Celsius und die gleichbleibende Luftfeuchtigkeit optimal zur Lagerung des Käses eignen.“
Bergisches Land
Anschließend ging es weiter zur Bauernhofkäserei ins Bergische Land. Bei einer sehr informativen Besichtigung gemeinsam mit Anke Lohmann und Lena Siegel von der Kluterthöhle und Freizeit sowie der Ehrenamtsbeauftragten der Stadt Ennepetal, Sabine Hofmann, erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie aus frischer melkwarmer Kuh- oder Ziegenmilch nach handwerklicher Tradition Rohmilchkäse entsteht.
„Die Produktion des Rohmilchkäses dauert etwa acht Stunden. Bevor wir den Käse zum Reifen in den Felsenkeller des Gesteins der Kluterthöhle bringen, wird er bei uns noch rund einen Monat lang jede Woche von Hand gewendet und mit Meersalzwasser gewaschen. Der höhlengereifte Rohmilchkäse ist im Alter von rund drei Monaten genuss­fähig“, erläuterte Inhaber Rainer Schmitz, der die Gruppe sehr gastfreundlich betreute.
Selbstverständlich durfte eine Verköstigung der verschiedenen Käsesorten nicht fehlen. Von Chili-Pepper, Signor Rossi, Bärlauch-, und Dill-Senf-Käse bis hin zu Basilikum-Peperoni-Käse wurden alle Sorten durchprobiert.
Ausflug als Dank
Der Ausflug wurde als Dankeschön für das Engagement der Inhaber der Ehrenamtskarte organisiert. Insgesamt 38 Ehren­ämtlerinnen und Ehrenamtler nahmen an der Tour teil.