Ennepetaler Sparkasse zufrieden mit 2016

Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Bodo Bongen (l.) und Vorsitzender Uwe Volkmer stellten jetzt die Bilanz des Jahres 2016 vor. (Foto: Sarah Schwarz)

Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Bodo Bongen (l.) und Vorsitzender Uwe Volkmer stellten jetzt die Bilanz des Jahres 2016 vor. (Foto: Sarah Schwarz)

Ennepetal. (saz) „Trotz schwieriger Rahmenbedingungen blicken wir auf ein durchaus zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2016 zurück“ – so das Fazit zur Jahresbilanz 2016 der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld. Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Bodo Bongen und Vorsitzender Uwe Volkmer stellten diese am vergangenen Mittwoch, 29. März, vor.

Erfreulich für das Finanzinstitut, welches einen Marktanteil von knapp 50 Prozent in seinem Zuständigkeitsbereich verzeichnen kann, ist eine weitere Verbesserung der Bilanzsumme. Nach einem Zuwachs von „nur“ 10,1 Millionen Euro im Jahr 2015 wuchs die Summe in 2016 um 29,3 Millionen auf insgesamt 756,8 Millionen Euro an. In Zeiten von Niedrigzinsen ein durchaus akzeptabler Wert.
Auf die niedrigen Zinsen ist auch die erneute Steigerung bei der Vergabe von Krediten zurückzuführen. 2016 betrug das Kreditvolumen insgesamt 421,3 Euro – 25,6 Millionen mehr als noch 2015.
Erfreuliche Kundeneinlagen
Erfreut zeigte sich der Sparkassenvorstand über die Zahlen im Bereich der Kundeneinlagen, die von 2014 auf 2015 nur um rund vier Prozent gestiegen waren. 2016 verzeichnete die Sparkasse hier einen Anstieg um sechs Prozent, von 547,1 Millionen auf 580 Millionen Euro. Am Anfang des Geschäftsjahres war man nur von maximal einem Prozent Steigerung ausgegangen. Auffallend ist hier, dass es sich vor allem um kurzfristige Anlagen handelte. Längerfristige seien bei den aktuellen Zinssätzen nicht erwünscht.
Nach einem überraschend hohen Anstieg bei der Investition in Wertpapiere von 2014 auf 2015 legten die Kunden 2016 nur 138,8 Millionen Euro an. Das sind gerade einmal 0,6 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Trotzdem zeigte sich der Sparkassen-Vorstand zufrieden mit diesen Zahlen: „Wir konnten das Niveau von 2015 halten und sogar ein leichtes Wachstum verzeichnen. Bei anderen Geldinstituten gab es hier einen Rückgang.“
Bei der Geldvermögensbildung kann die Sparkasse in Ennepetal und Breckerfeld auf ein positives Jahr zurückblicken. Mit insgesamt 718,9 Millionen Euro liegt das Geldvermögen der Kunden insgesamt 33,6 Millionen Euro über Vorjahresniveau.
Für die Region
Natürlich ist die Sparkasse auch ein Wirtschaftsfaktor für die Region: Das Spendenaufkommen lag 2016 bei 0,3 Millionen Euro, die Zuführung zu den Sparkassenstiftungen bei 0,4 Millionen Euro, das Sponsoring in den Bereichen Sport, Kultur, Soziales und Wissenschaft bei 0,1 Millionen Euro, die Ertragssteuer lag bei 1,9 Millionen Euro (davon waren 0,9 Millionen Euro Gewerbesteuer) und regelmäßige Aufträge an heimische Unternehmen lagen bei einer halben Millionen. Rund 125 Mitarbeiter sind bei der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld angestellt, eine Zahl, die im Prinzip unverändert stabil bleibt.
Ausblick
Für die Zukunft hat die Sparkasse eine verhalten optimistische Entwicklungserwartung in Deutschland und der Region. Man geht von einer Stabilisierung des SIHK-Geschäftsklimaindex aus. Die Zinserwartungen bleiben weiterhin konstant niedrig.
Und auch der Ertragsdruck lastet weiter schwer auf dem Kreditinstitut – da ist auch die Kosteneinsparung ein wichtiges Thema. Trotzdem wolle man weiterhin mit Geschäftsstellen vor Ort zugegen sein, wenn auch noch immer mit eingeschränkten Öffnungszeiten. Nach Vereinbarung seien Termine natürlich an sieben Tagen in der Woche möglich und auch Hausbesuche sind bei der Sparkasse Ennepeteal-Breckerfeld eine Selbstverständlichkeit.
Herausforderung: Kundenverhalten
Allerdings sei eine Veränderung des Kundenverhaltens zu erkennen, viel werde heutzutage online erledigt. Dies stelle eine große Herausforderung an die Kreditinstitute dar und werfe die Frage auf, wie damit – vor allem auch in Hinblick auf die Erhaltung der Geschäftsstellen – umgegangen werden könne. Dazu müsse die Entwicklung beobachtet werden.
Eines versicherte der Vorstand aber: Es wird in Ennepetal und Breckerfeld in Zukunft keineswegs irgendwann nur noch eine Haupt- und eine Nebenstelle geben. Mehrere Geschäftsstellen seien weiterhin Teil des Geschäftsmodells.
Und auch eine Fusion mit anderen Sparkassen sei für die Zukunft auch in Abstimmung mit den Gremien nicht in Planung: „Wir werden weiterhin alles daran setzen, unsere Selbstständigkeit aufrecht zu erhalten“, erklärte Bodo Bongen. Uwe Volkmer ergänzte: „Mit Blick auf Rentabilität sind wir außergewöhnlich gut unterwegs. Müssen wir fusionieren? Das ist bei uns nicht der Fall.“