Freifunk Gevelsberg: wk hilft beim Ausbau

Gevelsberg. (zico) Eine neue „Masche“ ist geknüpft! Vom Timpen bis zum Nirgena sollen die Gevelsberger und Besucher im Freifunk-Netz surfen können, das ohne Passwörter auskommt und so den kostenlosen Zugang ins Internet ermöglicht.

Chris J. Demmer, der dieses Projekt in Zusammenarbeit mit dem Verein Freifunk Rheinland und der Gevelsberger Werbegemeinschaft „ProCity“ aufgebaut hat, rüstete den bereits installierten Router in der wochenkurier-Geschäftsstelle mit einem direkten Internet-Zugang auf und sorgte so für den Lückenschluss, der im Bereich Einmündung Nordstraße auf die Mittelstraße bestand. Zuvor war der wochenkurier-Router nur mit einem weiteren Router an der Mittelstraße verknüpft, so dass kein ausreichend starkes Signal zur flächendeckenden Versorgung bis zum nächsten Router bei der VHS am Buteraplatz gesendet werden konnte.

Lückenlose Versorgung

„Auch im unteren Bereich der Mittelstraße haben wir in dieser Woche noch nachgebessert; hier haben wir in Höhe des ehemaligen Rupprecht-Kaufhauses noch ein Software-Update aufgespielt“, so Chris J. Demmer: „Mit dem verbesserten wochenkurier-Router kommen wir nun einer lückenlosen Versorgung sehr nahe.

Dafür sorgen derzeit 23 Router, von denen fünf direkt ans Internet angeschlossen sind. Die anderen Router tragen das Signal nur weiter, bauen, wie man im Fachjargon sagt, ein Mesh-Netzwerk auf, in dessen Rahmen sich die Router untereinander verbinden.

Weitergehende Planungen

„Nach und nach möchten wir ein Freifunk-Netz für weite Teile Gevelsbergs aufbauen“, hat Chris J. Demmer schon weitergehende Pläne. An diesem Aufbau kann jedermann mithelfen, sofern er bereit ist, einen der circa 15 Euro kostenden Router bei sich aufzustellen. Spender, die keinen Router aufstellen möchten, können die Kosten für andere gute Standorte tragen. Für dieses Projekt treffen sich Mitglieder des Vereins Freifunk Rheinland, Chris J. Demmer sowie andere Experten und Interessenten einmal pro Quartal im Rathskeller, Mittelstraße 55. Am vergangenen Sonntag fand das erste Treffen statt, bei dem direkt ein neues Vereinsmitglied gewonnen wurde und zwei weitere Interessenten teilnahmen, die unter anderem im Bereich Vogelsang die ersten Router positionieren wollen.

„Wir konzentrieren uns derzeit noch einmal voll auf die Mittelstraße, falls es noch Startschwierigkeiten geben sollte“, so Demmer. In punkto Sicherheit ist ihm zwar noch kein Fall von Datenmissbrauch über den Freifunk bekannt geworden, doch vor hochsensiblen Geschäften wie beispielsweise Internet-Banking rät er den Nutzern dennoch ab: „Wenn man sich mal nicht sicher ist, ob die Verbindung ausreichend gut verschlüsselt ist, würde ich dann doch den passwortgeschützten privaten Internetzugang nutzen.“