Gevelsberg: Garthe-Ausstellung

Gevelsberg. Aus dem Nachlass des Grafikers Werner Garthe wurden dem Gevelsberger Heimatverein zahlreiche Bilder und Grafiken sowie sonstige Gegenstände überlassen. Die Tochter von Werner Garthe, Elke Dahlmann, zeigte sich bei der Übergabe der Sammlung erfreut, dass die Werke nun einen geeigneten Platz in der Heimatstube des Vereins gefunden haben und von Zeit zu Zeit präsentiert werden können.

Die Schenkung hat der Heimatverein zum Anlass genommen, um einen Teil der Bilder von Werner Garthe in die ständige Ausstellung der Heimatstube des Gevelsberger Heimatvereins zu integrieren. Hier werden bis zum 30. September 2012 immerhin 21 Zeichnungen, Grafiken, Karikaturen und Druckerzeugnisse präsentiert. Der Besucher erhält so einen Eindruck vom Schaffen und der Vielseitigkeit Werner Garthes.

Werner Garthe wurde 1909 in Gevelsberg geboren. Nach einer Ausbildung als Zeichner besuchte er von 1928 bis 1931 die Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in Wuppertal-Barmen. Die Abschlussprüfung erfolgt im April 1931 im Fach Gebrauchsgrafik und Buchgewerbe. Mit Kenntnissen in geometrischem und figürlichem Zeichnen, in Naturzeichnen, Gebrauchsgrafik, Holz- und Linolschnitt, Lithographie und Illustration sowie Offsetdruck und Buchdruck war Werner Garthe ab August 1931 als freischaffender Künstler für verschiedene Firmen und Verlage tätig.

Nach dem Kriegsdienst in den Jahren von 1939 bis 1945 war er wieder als freischaffender Werbegrafiker tätig. Ab 1948 war Werner Garthe erneut für eine Reihe von namhaften Firmen in Gevelsberg und Umgebung tätig. Zuletzt arbeitet er von April 1969 bis März 1985 für die Maschinenfabrik Fr. Niepmann & Co., um mit 75 Jahren in den verdienten Ruhestand zu gehen. War in seinem beruflichen Leben überwiegend Gebrauchs- und Werbegrafik gefragt, so zeichnete er im Privatleben gerne Karikaturen sowie Ansichten von Gevelsberg. 1993 starb Werner Garthe im Alter von 84 Jahren in Gevelsberg.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Heimatstube, Alte Geer 6, jeden zweiten Mittwoch von 16 bis 18 Uhr und jeden dritten Samstag von 11 bis 14 Uhr geöffnet. Die Heimatstube ist auch nach telefonischer Vereinbarung unter Ruf 02332/ 82038 (Günter Decker) zu besichtigen.