Gevelsberg steht nicht schlecht da

Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann, Bürgermeister Claus Jacobi und Landtagsabgeordneter Hubertus Kramer nahmen auch den Ennepebogen in Augenschein. „Gevelsberg hat sich in den vergangenen Jahren atemberaubend entwickelt“, befanden die drei Sozialdemokraten. (Foto: Frank Schmidt)

Gevelsberg. (zico) Einen seiner ersten Antrittsbesuche stattete der neu gewählte Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann am Montag dem EN-Kreis ab. Er machte dabei auch Station in Gevelsberg. „Das liegt daran, dass ich mit den ,drei Musketieren’ des Ennepe-Ruhr-Kreises – Hubertus Kramer, Thomas Stotko und Dr. Rainer Bovermann – besonders eng zusammenarbeite. Ihr Einsatz für den Kreis ist vorbildlich“, lobte Bollermann die drei SPD-Landtagsabgeordneten im Dienstzimmer von Bürgermeister Claus Jacobi, der den neuen Chef der Arnsberger Behörde herzlich willkommen hieß.

In den ersten Wochen nach der Landtagswahl war Dr. Bollermann gar Banknachbar von Hubertus Kramer im Landtag – nur ein Indiz dafür, dass von der Seite des Regierungspräsidiums auch weiterhin kooperativ mit den heimischen Städten umgegangen wird. Dies unterstrich der neue Regierungspräsident: „Nicht nur bei den Finanzen, sondern zum Beispiel auch in der Schulpolitik werden wir nicht mit anordnungen, sondern partnerschaftlich miteinander

Beim Besuch des Ennepebogens konnte sich Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann auch vom Freizeitwert des neu gestalteten Areals überzeugen. (Foto: Frank Schmidt)

umgehen. Ich möchte aber auch gerade in Sachen Schulen die interkommunale Zusammenarbeit fördern.“

Überhaupt, da waren sich Dr. Gerd Bollermann, Bürgermeister Claus Jacobi und der für die Engelbertstadt zuständige Abgeordnete Hubertus Kramer einig, steht Gevelsberg gar nicht so schlecht da und kann (noch) einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen. Allerdings zeichnen sich auch hier dunkle Wolken ab, weil die Stadt ein strukturelles Defizit vor sich her schiebt und peut a peut seine Eigenmittel verbraucht, um den Etat auszugleichen. „Der Bund ist gefordert, sich stärker an den Soziallasten zu beteiligen, unter denen viele Städte ächzen“, forderte Dr. Bollermann.

Ein dickes Kompliment erhielten die Entscheidungsträger auch für die städtebauliche Entwicklung, die Gevelsberg in den vergangenen Jahren genommen hat. Gemeinsam mit Sparkassenchef Thomas Biermann nahmen die Abgeordneten, der Bürgermeister und der Regierungspräsident den Ennepebogen in Augenschein, dessen Ausbau zügig voranschreitet – zuletzt mit der Grundsteinlegung des Bauvereinsgebäudes. „Hier sind vom Land 5,24 Millionen Euro an Zuschüssen geflossen“, erinnerte Dr. Bollermann an die Unterstützung aus Düsseldorf. Insgesamt bestehe im EN-Kreis allerdings Nachholbedarf, was die Förderung aus Ziel2-Mitteln anbelangt. Bürgermeister Claus Jacobi empfahl er, sich rasch zu melden, um an Mittel aus diesem oder aus Nachfolgetöpfen zu bekommen. Schon während des Besuchs steckten Dr. Bollermann und Jacobi die Köpfe zusammen und durchleuchteten in diesem Zusammenhang Fördermöglichkeiten für die weitere Renaturierung der Ennepe. Auch deshalb erwies sich der Antrittsbesuch des neuen Regierungspräsidenten nicht nur förmlicher Natur.