Gevelsbergs Südstadt: Schöne Ecken, aber viel Platz für Verbesserungen

[1/2] „Sicherheit und Mobilität“ standen bei der Quartiersbegehung in der Gevelsberger Südstadt im Mittelpunkt. Eingeladen dazu hatten Awo-Quartiersmanagerin Monika Dammin und die Stadt Gevelsberg. (Foto: Sarah Schwarz) [2/2] Alle Anmerkungen der Anwohner

[1/2] „Sicherheit und Mobilität“ standen bei der Quartiersbegehung in der Gevelsberger Südstadt im Mittelpunkt. Eingeladen dazu hatten Awo-Quartiersmanagerin Monika Dammin und die Stadt Gevelsberg. (Foto: Sarah Schwarz) [2/2] Alle Anmerkungen der Anwohner

Gevelsberg. (saz) Rund zwei Jahre ist nun schon das Quartiersmanagement der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in der Gevelsberger Südstadt eingerichtet. Während die Aktivitäten sich bislang vor allem im Seniorenzentrum Kampstraße abspielten, soll nun auch das ganze Viertel in den Blick rücken. Zeit also für eine erste Begehung der Gevelsberger Südstadt.
Diese fand am Dienstagabend, 28. März, bei strahlendem Frühlings-Sonnenschein statt. Gut gelaunt machte man sich auf den Weg vom Awo-Seniorenzentrum an der Kampstraße über den Fußweg zur Hochstraße. Von dort ging es den Berg hinunter zur Mittelstraße, weiter zur Südstraße und bergauf wieder zurück zum Seniorenzentrum. Mit dabei waren neben Mitarbeitenden von Awo und Stadt auch Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenzentrums sowie Anwohnerinnen und Anwohner aus dem Quartier.
Bürgermeister Claus Jacobi erklärte zu Beginn des gemütlichen Rundgangs, dass die Südstadt zwar bereits ein tolles Quartier sei, aber man dürfe dabei „nicht aufhören, sondern noch ein i-Pünktchen draufsetzen“. Außerdem lobte er die gute Arbeit des Quartiersmanagements, aus dessen Steuerungsgruppe auch einige Mitglieder teilnahmen. Vor allem hob er das Engagement von Quartiersmanagerin Monika Dammin hervor: „Ein Quartiersmanagement ist ein kleines Pflänzchen, das langsam zu einem Bäumchen heranwächst. Aber nur, wenn sich einer darum kümmert, und genau das tut die Quartiersmanagerin hier“.
Ein Quartier für alle
Das Quartier in der Südstadt soll für alle verbessert werden, die dort leben, alt und jung. Darum wurden unterwegs nicht nur Stolperfallen für die ältere Bevölkerung angesprochen, sondern beispielsweise auch die Verkehrssituation an verschiedenen Ecken. Fünf Verbesserungspunkte wollte der Bürgermeister am Ende des Ganges mindestens entdecken. Schließklich standen auf der Liste, die nach der Runde bei einem kleinen Imbiss im Veranstaltungssaal des Seniorenzentrums zusammengetragen wurde, gut dreimal so viele.
Darunter waren neben botanischen Ungefälligkeiten auch Stolperfallen in Form von aufgeplatztem Asphalt ein Thema. Auch die Verkehrssituationen, insbesondere am Übergang des Fußwegs zur Hochstraße und von der Hochstraße zur Mittelstraße, wurden angesprochen. Hier soll es in Zukunft für Fußgänger sicherer werden, wünschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Gleiches gilt für die Südstraße in den Kreuzungsbereichen Sudfeldstraße und weiter oben Kampstraße. Vor allem das zu hohe Tempo, mit dem der ein oder andere Autofahrer die Südstraße passiert, seien hier ein Problem. Als schnelle Lösung könnte dort bald ein Geschwindigkeitsmessgerät zur Selbstkontrolle stehen.
Ein Ärgernis direkt zu Beginn der Begehung zeigte sich an der Mauer am Fußweg über den Engelberttunnel. Diese wird immer wieder mit Graffitti beschmiert. Hier könnte auf zwei Weisen Abhilfe geschaffen werden: Zum einen wäre eine Bemalungsaktion eine Idee, die den Ort schöner gestaltet und die Hemmschwelle für neue Schmierfinken höher setzt. Zum anderen wurde angemerkt, dass dringen Beleuchtung an diesem Weg angebracht werden müsse. Das stelle eine weitere Hürde für die Sprayer da und würde auch gegen das Gefühl eines „Angst­raums“ helfen.
Auch Sitzmöglichkeiten wurden auf dem Weg angesprochen. Zwar gibt es davon schon einige auf der Strecke, doch gerade der Weg von der Mittelstraße die Südstraße hinauf ist für manch einen sehr beschwerlich. Deswegen wünschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Sitzgelegenheit auf der Hälfte des Weges zwischen Mittelstraße und Awo-Seniorenzentrum.
Ansprechparter
Damit die Anmerkungen aus der Bevölkerung auch direkt den richtigen Ansprechpartner erreichten, nahmen neben dem Bürgermeister auch folgende Vertreter der Stadt teil: Reinhold Lorch (Betriebsleiter der Technischen Betriebe), Björn Remer (Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Umwelt), Michael Pfleging (Fachbereichsleiter Bildung, Jugend und Soziales), Daniela Alze (Seniorenbeauftragte) und Gabriele Schumacher (Behindertenbeauftragte).
Zum Abschluss stellte Gevelsbergs erster Mann fest: „Das Quartier macht insgesamt einen guten Eindruck, es gibt viele tolle, gepflegte Gebäude und eine engagierte Bürgerschaft. So muss Quartiersmanagement funktionieren. Und demnächst können wir feststellen, dass einige Dinge auch noch verbessert wurden.“ Er versprach, dass die Stadt ihren Teil dazu beitragen wird.