Glassammelbehälter und Hammerschmied-Relief

Der neue Beisitzer im Kirmesverein, Markus Loetz, stand dem WDR zum Thema „Kirmes-Nachwuchs“ Rede und Antwort. (Foto: Frank Schmidt)
Der neue Beisitzer im Kirmesverein, Markus Loetz, stand dem WDR zum Thema „Kirmes-Nachwuchs“ Rede und Antwort. (Foto: Frank Schmidt)

Gevelsberg. (zico) „Das zentrale Thema ist in diesem Jahr die Sache mit dem Glas“, betont Kirmesvereins-Vorsitzender Michael Sichelschmidt: „Wir hoffen sehr, dass mit den Sammelbehältern der Glasbruch deutlich verringert werden kann. Sonst droht uns die Plastikbecherkultur, und die will in Gevelsberg keiner.“

35 Sammelbehälter wurden im Vorfeld der Kirmes bei der Volkshochschule erstellt. Entwickelt und ausgetüftelt hat die Bauart mit praktischem Zusammenklapp-Mechanismus“ Michael Sichelschmidt höchstpersönlich. Das Konzept und der Spruch „Glas leer, dann her“ kommt von der Kreativabteilung des Kirmesvereins.

Hofft darauf, dass die Glasbehälter gut angenommen werden: Kirmesvereins-Vorsitzender Michael Sichelschmidt. (Foto: Frank Schmidt)
Hofft darauf, dass die Glasbehälter gut angenommen werden: Kirmesvereins-Vorsitzender Michael Sichelschmidt. (Foto: Frank Schmidt)

Auch die übrigen Kirmesvorbereitungen laufen auf Hochtouren und bestens nach Plan, selbst wenn „uns drei Wochen fehlen“, wie ein zuversichtlicher Michael Sichelschmidt einräumt. „Das ist aber nichts Besonderes“, meint der 53-Jährige aus Erfahrung: „Das Wetter ist nun einmal sehr launisch. Aber dass man im April noch nicht schweißen kann, weil es unter fünf Grad kalt ist, fällt schon etwas aus dem Rahmen. Letztlich aber sind die Gruppen noch stets fertig geworden.“

Und dass, obwohl das Ringen um den Kirmes-Nachwuchs schwieriger geworden ist. Daher umwirbt man verstärkt junge Leute, zum Beispiel mit dem Tag des offenen Bauplatzes. Für die Aktion hatte man sogar den WDR eingeladen, der aber nicht den Aktionstag in den Mittelpunkt einer Berichterstattung stellt, sondern den Kirmeszug und die Motivation junger Leute, in den Gruppen mitzumischen, in einen Gesamtbeitrag stellt, der am Montag nach dem Zug in der Lokalzeit der Aktuellen Stunde ausgestrahlt werden soll.

Als Vertreter der „jungen Garde“ stand Markus Loetz dem Fernsehteam Rede und Antwort – seit diesem Jahr Beisitzer im Kirmesvereinsvorstand und Blaukittelträger. „Wenn die ersten Hinweisschilder an der Stadtgrenze aufgestellt werden, dann steigt das Fieber“, betonte der 34-Jährige und schilderte, wie das Kirmesvirus von Generation zu Generation weiter vererbt wird: „Auch mein Vater Hans-Peter ist kirmesbegeistert – er musste allerdings noch von zu Hause ausbüchsen, um auf den Bauplatz zu kommen.“ Schon die außergewöhnliche Lage der Kirmes fällt aus dem Rahmen – wir haben keinen eigentlichen Kirmesplatz, sondern eine Straßenkirmes mit über achtprozentiger Steigung und somit die schrägste Kirmes Europas“, so der Vorsitzende der Kirmesgruppe Mühlenhämmer.

„Leute wie Markus Loetz und Robin Blömer sind die Zukunft unserer Kirmes“, so Michael Sichelschmidt: „Nur junge Leute können weiteren Nachwuchs begeistern, denn sie sprechen die gleiche Sprache.“ Auf einen besonderen Akt freut sich der Kirmesvereinsvorsitzende besonders: „Die Figur des Hammerschmieds wird in diesem Jahr 50, und dafür wird beim Anblasen ein neues Relief an der Kirmesmauer enthüllt.“ Ein Denkmal für den Hammerschmied also! Ob es dem Vorsitzenden, der ja auch lange Jahre den Hammerschmied verkörperte, ähnlich sieht oder eher dem aktuellen Würdenträger Bernd Matthäi, bleibt allerdings abzuwarten