„Grüne“ Laternen

Sprockhövel. (saz/Red.) Die Glückauf-Trasse noch schöner gestalten und für Touristen attraktiver zu machen – das ist die Idee hinter den „grünen“ Laternen, die jetzt bereits seit Ende 2015 einen Teil der Trasse im innerstädtischen Bereich in Sprockhövel ausleuchten. Genauer gesagt ein Teilstück zwischen Hauptstraße und Supermarkt-Parkplatz. „Gerade hier besteht ein hoher Bedarf für Beleuchtung“, erklärt Beate Prochnow vom Verein „Glückauf-Trasse“, die maßgeblich an der Verwirklichung der Idee beteiligt war.

Förderung durch Grünstrom

Besonders erfreut ist sie über die Zusammenarbeit mit der AVU, die die Beleuchtung aus dem Grünstrom-Fördertopf heraus finanziert hat: AVU-Grünstrom-Kunden zahlen freiwillig zwei Euro monatlich mehr und unterstützen so Projekte rund um erneuerbare Energien in der Region. „Unsere Kunden sind ökologisch sehr interessiert“, freut sich AVU-Vorstand Uwe Träris. „Sonst wären solche Projekte gar nicht möglich.“

Das Besondere an den „grünen“ Laternen: Sie sind mit Photovoltaik-Zellen ausgestattet, die am hellen Tag einen Akku im Fuß der Lampe aufladen, der dann in finsterer Nacht Energie liefert. „Das gibt der Beleuchtung Charme, da keine Gräben für Leitungen ausgehoben werden müssen. Die Laternen sind vollkommen autark“, zeigt Michael Ebel von der Lokalen Agenda einen Vorteil der neuen Trassen-Beleuchtung auf.

Ebel ist einer von vier Mitgliedern des Grünstrom-Gremiums: Der Kundenbeirat schlägt Projekte vor, für die die Grünstrom-Fördermittel verwendet werden sollen. Und dank des Engagements sowohl der Privatkunden als auch etlicher Unternehmen, die Grünstrom von der AVU beziehen, sind für dieses Jahr Investitionen in Höhe von rund 100.000 Euro aus dem Fördertopf geplant.

Fußgängern geht ein Licht auf

Außerdem verfügen die Laternen über einen Dämmerungsschalter und Bewegungsmelder, die auf Wärme reagieren und somit dem Bedarf entsprechend auslösen. „Jetzt kann sich jeder, der die Glückauf-Trasse entlang geht, daran erfreuen, dass ihm ,ein Licht aufgeht‘“, so Träris.

Mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung sind die Laternen offiziell am vergangenen Donnerstag in den Besitz der Stadt übergegangen. Der Erste Beigeordnete Bernd Woldt freut sich sehr über die Verschönerung an der Glückauf-Trasse: „Die Laternen machen die Trasse und somit auch den innerörtlichen Bereich Sprockhövels attraktiver.“ Dank der finanziellen Unterstützung durch die AVU belaste das Projekt den finanziellen Haushalt der Stadt Sprockhövel nicht.

Verein

Mittlerweile hat sich auch ein Verein für die Glückauf-Trasse gegründet. Und die dort engagierten Bürgerinnen und Bürger wünschen sich ebenso wie die Aktiven der Lokalen Agenda und des Stadtmarketings, dass die Glückauf-Trasse weiter so vielfältig genutzt wird. Nicht nur dank der Beleuchtung wird die Trasse also weiterhin gut sichtbar in der Stadt bleiben.