Gut abgesichert auf Tour und auf Campingplatz

Camping wird immer beliebter

Camping wird immer beliebter, die Wohnmobile zunehmend luxuriöser. Doch wer haftet bei Diebstahl oder Schäden am Caravan und Inventar? (Foto: Masterfile/RF/DVAG)

Schwerte. Egal, ob im eigenen Wohnmobil, dem umgebauten Bulli oder komfortabel im gemieteten Luxusgefährt – die Deutschen lieben Camping. Über 30 Millionen Übernachtungen hat das Statistische Bundesamt 2016 auf deutschen Campingplätzen gezählt – neun Millionen mehr als noch vor zehn Jahren.
Trend geht zum glamourösen Camping
Viele übernachten in gut eingerichteten Campingfahrzeugen. Der Trend bei jungen Menschen geht laut Experten sogar zum „Glamping“, dem glamourösen Camping. Allen, die eine Reise mit einer mobilen Ferienwohnung planen, raten die Experten der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG), ihre Versicherungsunterlagen zu checken.
Jedes zugelassene Fahrzeug in Deutschland muss eine Kfz-Haftpflichtversicherung haben, die für Personen- und Sachschäden aufkommt. Mietfahrzeuge sind in der Regel vollkaskoversichert. Doch Achtung: Oftmals ist im Schadensfall eine Selbstbeteiligung fällig. Für Fahrer mit eigenem Wohnmobil ist es sinnvoll, ein Saisonkennzeichen zu beantragen – das spart Steuern und Kosten.
Aufgepasst bei Einbruchdiebstahl: Reisefahrzeuge sind in der klassischen Hausratversicherung meist ausgeschlossen, denn diese bezieht sich nur auf feste Gebäude. Viele Versicherer bieten an, den Schutz auf an der Straße parkende PKW – dazu gehören auch Wohnmobile – gegen höhere Gebühren auszuweiten.
Sinnvoll kann auch der Abschluss einer Reisegepäckversicherung oder einer speziellen Campingversicherung sein, die das Risiko auch im Wohnmobil deckt.
Schutz gilt nicht für Straßenrand
Für Dauercamper, die ihr Fahrzeug ständig auf einem offiziellen Campingplatz eingestellt haben, gibt es spezielle Campingversicherungen für Reisemobile. „Diese Versicherung kommt nicht nur bei Gepäckdiebstahl, sondern auch bei Schäden am Inventar und Außenglas auf. Sogar Vorzelte sind abgesichert“, erklären die Experten. Einfach am Straßenrand abgestellt, ist dieser Versicherungsschutz aber nicht gegeben.
Reisende mit Campingfahrzeugen sollten immer einen Schutzbrief abschließen. Damit erhalten sie bei Pannen oder Unfällen schnell Hilfe.