Heimatfest-Programm geändert

Pressesprecherin Marion Posch, Festausschuss-Vorsitzender Eugen Dittmar mit „Bonny“, Vorsitzende Christiane Sartor, Festzugleiter Michael Geißer und Schriftführerin Karin Oelze-Böhmer (von links) haben im Dacho-Vorstand vor dem Heimatfest viel zu tun. (Foto: Stefan Scheler)

Schwelm. (Sche)„Einiges ist nicht mehr so wie in den vergangenen Jahren“, umriss Dacho-Vorsitzende Christiane Sartor das Hauptthema einer Besprechung in den Räumen des TC Blau-Weiß am Freiherr-von-Hövel-Weg in Schwelm vor wenigen Tagen: „Auflagen des TÜV sowie die Vorgänge um die Brauerei und der Umzug des Heimatfestabends vom Jugendzentrum in die neue Mensa des Gymnasiums bilden hier die wesentlichen Punkte.“

Besonders bei dem beliebten Historischen Stadtrundgang ergaben sich Änderungen – er startete wegen der Brauerei-Insolvenz nicht mehr auf dem Brauereihof starten, sondern am Café Drei auf dem Bürgerplatz und führte dann über den Neumarkt zum kleinen Park an der Ecke Bismarckstraße/Bahnhofstraße. Weitere Stationen waren die Nebenstelle des Finanzamts und das Marienhospital an der August-Bendler-Straße, wo neben der Feuerwache der Abend bei Grill-Köstlichkeiten in gemütlicher Runde ausklang. Klaus-Peter Schmitz von der Nachbarschaft Aechte de Muer übernahm während des Rundgangs die heimatkundlichen Erklärungen.

Auch Joachim Range, Obernachbar der Brunner Nohberschaft, freut sich auf Schwelms „Fünfte Jahreszeit“, das Heimatfest. (Foto: Stefan Scheler)

Die Ausrichtung des Heimatfestabends erfährt neben dem Umzug in die Gymnasiums-Mensa eine weitere Änderung. „Wir wollen das Programm ein wenig straffen“, begründet Christiane Sartor den Wechsel der Moderation vom bekannten Duo Enzo Caruso und Kerstin Heumann-Wasserkamp zu Gabriele Weidner vom städtischen Kulturbüro: „Mit den neuen Räumen wollen wir auch ein neues Konzept.“ Deshalb habe man sich auch vom Jugendzentrum als Veranstaltungsort verabschiedet und sei in die Schulmensa gezogen. „Die Akustik ist dort einfach besser“, urteilt Festausschussvorsitzender Eugen Dittmar, der gleichzeitig Dirigent des Panikorchesters ist: „Es gab im alten Saal unerwünschte musikalische Rückkopplungen; außerdem ist die Belüftung im Gymnasium besser.“

Beim Heimatfest selbst gibt es auch Neues. So rufen Probst Heinz-Ditmar Janousek und Pfarrer Rainer Schumacher am Samstag, 3. September 2011, bei einem ökumenischen Gottesdienst in St. Marien den Segen auf Nachbarschaften und Besucher herab, wobei 30 Pfadfinder aus Fourqueux assistieren und Nachtwächter Christian Fasel die Lesung auf Platt hält. Ein wenig Sorge bereitet Festzugleiter Michael Geißer die Organisation des Heimatfestzugs. „Man soll die Probleme zwar nicht überbetonen“, mahnt er zur Gelassenheit: „Nach der Katastrophe in Duisburg sind jedoch alle Verantwortlichen – insbesondere der TÜV – sehr wachsam geworden.“ Das bereite den Nachbarschaften, welche die Sicherheitsauflagen bereits zehn Wagenbeiträge gekostet hätten, großes Kopfzerbrechen. Damit dennoch alles reibungslos ablaufe, bittet Michael Geißer alle Zuschauer, besonders in den Problemzonen Altstadt und Kreuzung Möllenkotten-Kaiserstraße, die unmittelbaren Straßenränder frei zu lassen und einen gebührenden Sicherheitsabstand einzuhalten.

Die Bewertung der Festzugbeiträge werde infolge des Eklats nach der Siegerehrung im vergangenen Jahr auf neue Füße gestellt. Zehn Juroren, darunter Architekten und Handwerker, garantieren nach Ansicht der Dacho-Verantwortlichen eine fachlich fundierte und gerechte Beurteilung der Beiträge von 1.150 Mitwirkenden, die mit 47 Wagen auf 1.078 Metern Festzuglänge sicher reichlich Frohsinn und Heimatgefühl verbreiten werden.