Hülsenbecker Tal wird sich bald verändern

Ennepetal. (saz) Die aktuelle Situation im Hülsenbecker Tal in Ennepetal verlangt es, dass sich in der Struktur der beiden Teichanlagen, die durch einen Damm voneinander getrennt werden, einiges ändern muss. Aus Sicherheitsgründen mussten der Kinderspielplatz sowie verschiedene Wege gesperrt werden. Dadurch ist die Benutzung des Hülsenbecker Tals bis auf weiteres nur eingeschränkt möglich.

Um den Bürgern bereits zu Beginn der Umbauphase Transparenz zu bieten, hatte Bürgermeisterin Imke Heymann Anfang dieser Woche zu einem Pressegespräch ins Rathaus eingeladen. Dort präsentierten sie und Vertreter der Stadtbetriebe Ennepetal den aktuellen Stand und was in den kommenden Wochen und Monaten passieren wird.

Veränderungen

„Die Regenereignisse der letzten Zeit haben gezeigt, dass wir etwas tun müssen“, erklärt Wolfgang Schrey, Vorstand der Stadtbetriebe Ennepetal (SEB). Immer wieder sei es zu Überflutungen gekommen. Außerdem sei durch den schwankenden Wasserstand der oberen Teichanlage der Damm zwischen den beiden Teichen porös geworden, sodass dieser nicht mehr zu halten sei. Die ürsprünglich geplante Schüttung des Damms zur Verbesserung der Drucksituation sei nicht ausreichend, der Damm müsse komplett weichen, was zu einer Veränderung in der Landschaft im Hülsenbecker Tal führen werde, wie Schrey erklärt: „Ein Teich wird uns letztlich verlassen.“

Stellten jetzt die aktuelle Situation an den Teichen im Hülsenbecker Tal vor (v.l.): Thomas Humpohl-Gleisenstein (Abteilungsleiter Tiefbau bei den Stadtbetrieben Ennepetal), Bürgermeisterin Imke Heymann, Wolfgang Schrey (Vorstand Stadtbetriebe) und Thomas Pflug (Technischer Leiter Stadtbetriebe). (Foto: Sarah Schwarz)
Stellten jetzt die aktuelle Situation an den Teichen im Hülsenbecker Tal vor (v.l.): Thomas Humpohl-Gleisenstein (Abteilungsleiter Tiefbau bei den Stadtbetrieben Ennepetal), Bürgermeisterin Imke Heymann, Wolfgang Schrey (Vorstand Stadtbetriebe) und Thomas Pflug (Technischer Leiter Stadtbetriebe). (Foto: Sarah Schwarz)

Einschränkungen

Der obere Teich, der von der Hülsenbecke durchflossen wird, muss in den kommenden Wochen weichen. Dafür wird eine Verrohrung außen an der Teichanlage verlegt, die das Wasser um den Damm herum in den unteren Teich leitet. Über kurz oder lang soll dann nur noch der Bachlauf in den unteren Teich führen. Thomas Pflug, technischer Leiter der Stadtbetriebe, hofft, dass die Arbeiten bereits in der kommenden Woche beginnen können. Wenn die Witterung mitmacht und keine anderen Hindernisse aufkommen, könnten die Arbeiten bis Ostern abgeschlossen sein. So die Hoffnung der Stadtbetriebe.

Einschränkungen im Naherholungsgebiet sind in der Zeit leider nicht auszuschließen. So bleiben der Kinderspielplatz und die Wege im Bereich der Teichanlagen teilweise bis auf weiteres gesperrt.

Neukonzeption

Im Zuge der Arbeiten an den Teichanlagen soll auch eine Neukonzeption des gesamten Tals angegangen werden. „Wir wollen das Gesamtpaket verändern, aber das Gute erhalten“, verspricht Bürgermeisterin Imke Heymann. Bereits in den vergangenen Wochen waren aus der Bevölkerung verschiedene Ideen und auch Forderungen zum Hülsenbecker Tal an die Bürgermeisterin herangetragen worden, beispielsweise der Wunsch nach einem Kneipp-Pfad. „Wenn wir es jetzt anpacken, dann sollten wir das auch richtig machen. Da wollen wir auch die Ideen der Bürger mit einbeziehen“, sagt sie. Dass dies nicht immer möglich sei, müsse aber auch klar sein. Nicht alles sei mit den verfügbaren Mitteln zu bewerkstelligen. In den kommenden Tagen und Wochen wolle man sich aber nach geeigneten Fördermitteln umsehen.

Wie hoch die Kosten seien, die auf die Stadt zukommen, sei jetzt noch nicht absehbar. Auch die genaue Konzeption für das Hülsenbecker Tal könne erst festgelegt werden, wenn die Arbeiten um die Teichanlagen abgeschlossen sei.
Der Schwan, der zurzeit die obere Teichanlage bewohnt, wird den Besuchern des Hülsenbecker Tals übrigens weiter erhalten bleiben. Er zieht eine Etage tiefer auf die untere Teichanlage. Und auch die Enten werden – wohl oder übel – die neue Situation akzeptieren.