Menschen erreichen mit „Christlichen Impulsen“

Bernd Hüsken und Detlef Kranzmann werden in Zukunft im Wechsel die Christlichen Impulse im Wochenkurier geben. (Foto: Sarah Schwarz)

Bernd Hüsken und Detlef Kranzmann werden in Zukunft im Wechsel die Christlichen Impulse im Wochenkurier geben. (Foto: Sarah Schwarz)

Gevelsberg. (saz) Bereits 2015, zum zehnjährigen Jubiläum der Wochenkurier-Rubrik „Christliche Impulse“, ging es dem Studiendirektor und Religionspädagogen Gerhard Jordy gesundheitlich schlecht. Trotzdem hat er sich weiterhin an seine alte elektrische Schreibmaschine gesetzt, um seine Impulse mit historischen Bezügen zu schreiben. Denn das war ihm sein Leben lang ein Anliegen: Seinen tiefen Glauben an Gott auch an andere Menschen weiterzugeben.
Vor wenigen Wochen ist unser Impuls-Schreiber einem Herzleiden erlegen. Doch vorher hatte er sich bereits Gedanken über einen Nachfolger gemacht. „Er hatte sich schon lange überlegt, wie es weitergehen soll“, berichtet Detlef Kranzmann, der vor zwölf Jahren die Rubrik ins Leben gerufen hat. „Er hat immer zu mir gesagt: ‚Ich habe schon einen Nachfolger‘.“
Bernd Hüsken heißt der Nachfolger, der in dieser Woche seinen Einstand im Wochenkurier gibt. Den 71-jährigen pensionierten Hauptschullehrer aus Schwelm verband über 30 Jahre eine enge Freundschaft mit Gerhard Jordy. Häufig hatte dieser für Hüsken mit Bitten und Aufgaben Weichen gestellt, die dieser so gar nicht erwartet hatte. „Als er merkte, dass seine Kräfte schwinden, hat er mich gefragt, ob ich eine letzte Aufgabe für ihn übernehmen würde“, erinnert sich Hüsken. „Und wenn mein Freund gefragt hat, dann habe ich nicht nein gesagt. Das war einfach so.“
Tradition fortführen
Gerne möchte der 71-Jährige die Tradition der historischen Hintergründe der Impulse fortführen, da er sich selbst sehr für Geschichte interessiert. Auf die Frage, ob er denn dann seine Impulse auch auf der Schreibmaschine verfassen würde, lacht er: „Nein, ich habe ein Notebook.“
Gemeinsam mit seiner Frau Dorothee lebt er in Schwelm. Sie haben vier Töchter, einen Sohn und insgesamt sechs Enkelkinder. Bis Anfang 2015 war er aktiv im Vorstand der Deutschen Inland-Mission tätig, die sich mit Gemeindegründungen in Deutschland beschäftigt. Jetzt setzt er sich aktiv bei der Bibelhilfe ein. Mit dieser verteilt er Kinder-Malbibeln – auch unter Migranten vor Ort – und Bibeln für Schulen. Auch die Mutmacherbibel für Krankenhäuser und Seniorenheime bietet die Bibelhilfe kostenlos an.
Einsatz für Menschen und seinen Glauben
Über Gerhard Jordy haben Bernd Hüsken und Detlef Kranzmann nur Positives zu berichten. Als Deutsch- und Geschichtslehrer war er bei seinen Schülern immer sehr beliebt und ist vielen gut in Erinnerung geblieben, da er sich stets hingebungsvoll gekümmert hat. Insgesamt habe er sich sehr eingesetzt – für Menschen und für seinen Glauben. Das zeigte er in seiner Liebe zum Wort Gottes – er hat diverse Bücher, unter anderem zur Brüderbewegung in Deutschland geschrieben – und zu seiner Gemeinde und seinen geistlichen Geschwistern, die er alle nach Aussagen seiner Freunde immer gleichermaßen geschätzt hat. Hüsken beschreibt seinen langjährigen Freund als hoch intelligent und gleichzeitig demütig. „Er war auch immer offen“, sagt Hüsken. „Er ist immer auf Menschen zugegangen.“
Er wollte sie erreichen und seinen Glauben mit ihnen teilen.Auch Bernd Hüsken, der neue Wochenkurier-Impuls-Schreiber, teilt diesen Wunsch: „Ich möchte den Menschen das, was als Lebensgrundlage wichtig ist, anderen weitergeben, um Hoffnung zu geben.“
Und das ist genau der Ansatz, den auch Detlef Kranzmann von Anfang an mit der Kolumne verfolgte: „Die Impulse werden offenbar gern gelesen. Häufig werde ich sogar von fremden Menschen auf der Straße angesprochen.“ Immerhin ging es stets um Themen, die alle interessieren, ob Christ oder nicht. Und so soll es auch in Zukunft bleiben.