Mufflon Luis bietet imposanten Anblick

Luis kommt aus Hagen und wohnt jetzt im Gevelsberger Stadtwald. (Foto: Verschönerungsverein)

Luis kommt aus Hagen und wohnt jetzt im Gevelsberger Stadtwald. (Foto: Verschönerungsverein)

Gevelsberg. Mufflon Luis ist der neueste Bewohner im Wildgatter des Verschönerungsvereins Gevelsberg. Der auf knapp fünf Jahre geschätzte Jungwidder ist ein Blickfang im Gehege, sein prächtig gedrehtes Gehörn gebietet Ehrfurcht. Noch ist Luis der einzige seiner Art, doch schon im Herbst soll er Gefährtinnen bekommen. Damwild und Mufflons vertragen sich bestens, sie fressen das Gleiche und fühlen sich im gleichen Umfeld wohl. Mufflons sind in der Regel zutraulicher als das scheue Damwild.
Von Wehringhausen nach Gevelsberg
Widder Luis kommt aus ­Hagen, aus dem Wildgehege im Wehringhauser Bachtal, das bedeutend größer ist als das rund 24.000 Quadratmeter umfassende Gatter des Verschönerungsverein Gevelsberg. Zwei Tierärzte und zwei Forstkundige halfen neben Gatterbetreuer Dirk Huckenbeck und Sponsor Götz Bernecker bei den aufwändigen Reisevorbereitungen für das Mufflon. Tierarzt Dr. Hajo Daleiden sorgte für das richtige Beruhigungsmittel und betreute den Umzug von Anfang bis Ende. Ebenso wie Revierleiter Martin Holl und Forstwirtschaftsmeis­ter Thomas Jung, beide vom Wirtschaftsbetrieb Hagen und ehrenamtlich für das Hagener Gatter im Einsatz. Sie hatten sichtlich Freude, als sie sahen, wie gut sich Luis in Gevelsberg schon eingelebt hat. Schnell hat er im oberen Gehege den obersten Punkt mit viel Sonnenschein als Lieblingsplatz auserkoren.
Die beiden Hagener Fachleute hatten viel Lob für das Gehege in Gevelsberg. „Es ist vorbildlich geführt und gepflegt, landschaftlich gut gelegen, und man erkennt, wieviel Herzblut in diesem Gatter steckt“, sagte Martin Holl. Den Namen Luis erhielt der vierbeinige Neubürger Gevelsbergs schon in Hagen. „Er ist von Anfang an immer so hoch wie möglich gerannt, da haben wir ihm den Vornamen des Bergsteigers Luis Trenker gegeben“, erklärt Thomas Jung.
Das Hagener Gatter wird vom „Förderverein der Wildgehege im Wehringhauser Bachtal“ geführt, es ist etwa fünfmal so groß wie das Gevelsberger und das Zuhause von 24 Muffeln und 15 Damhirschen. Dirk ­Huckenbeck suchte den Kontakt mit dem Hagener Förderverein – sein Erfolg ist für jeden Spaziergänger sichtbar.
Nachwuchs im Gehege
Ein Spaziergang in die Kirchwinkelstraße zu Forsthaus und Gatter lohnt sich in diesen Tagen besonders, denn neben dem Prachtmufflon Luis stehen auch schon die ersten neugeborenen Kälbchen auf ihren wackeligen Beinen.