Nach zwei Jahren: Stoppok beim Adventival

Zweiter Versuch: Nachdem das Konzert von Stoppok auf dem Adventival vor zwei Jahren aus Krankheitsgründen abgesagt werden musste, soll es dieses Mal mit dem Auftritt des Ruhr­gebietsbarden klappen. (Foto: Veranstalter)

Schwelm. Mittlerweile ist das zweite Adventswochenende ein fester Termin im Schwelmer Kulturkalender. Schon zum achten Mal findet das Schwelmer Adventival statt. Diesmal mit einem neuen Kooperationspartner: dem Leo-Theater. Die Besucher dürfen sich nicht nur auf ein abwechslungsreiches Programm mit heimischen und überregionalen Künstlern freuen, sondern auch auf eine durch bauliche Veränderungen im Ibach-Haus fast doppelt so große Bühne.

Stoppok: Zweiter Versuch

Und diesmal soll es auch mit dem Auftritt von Stoppok klappen. Eigentlich sollte der Songwriter, dessen Texte seit über 25 Jahren zu den besten und witzigsten im deutsch­sprachigen Raum zählen und dem Ruhrpott ein Denkmal setzen, schon vor zwei Jahren beim Adventival auftreten. Damals fiel der Auftritt wegen ­einer Erkrankung des Künstlers aus. Nun heißt es erneut: Stoppok kommt.

Der Mann in den speziellen Hemden und mit dem Hang zu auffälligen Schuhen ist ein Gesamtkunstwerk: Ein hervorragender Musiker, nicht nur an der Gitarre und am Banjo, sondern auch an den mit den Füßen gespielten Perkussions­instrumenten. Er ist ein Entertainer, der den Kontakt mit seinem Publikum liebt und mit ironischen Plaudereien unterhält.

Songwriter aus Wuppertal

Bevor Stoppok die Bühne betritt, gehört sie dem Wuppertaler Singer/Songwriter Florian Franke. Bereits im Kindesalter wurde sein Talent für Musik entdeckt und entsprechend gefördert. Jahrelanger Klavier- und Gitarrenunterricht und eine über zehnjährige Gesangsausbildung in der Wuppertaler Kurrende ebneten den Weg zum Musikstudium an der Pop­akademie in Mannheim.

Nach Auftritten als Jazzpianist und Sänger in ganz Deutschland gründete er die Band „crushhour“, die 2009 den „Deutschen Rock- und Pop-Preis“ in der Kategorie „Beste Rockband“ gewann. Mittlerweile tritt Franke solo mit deutschsprachigen Songs auf, die gleichermaßen zum ­Fingerschnipsen wie zum Nachdenken anregen.

Eigene Arrangements

Den Auftakt am Samstag bildet das Duo „Luna Blau“. Hinter diesem Namen verbergen sich der Schwelmer Hannes Potthoff (Klavier, Gesang) und die Berliner Sängerin Kim Brandt. Ihren Stil zu beschreiben, ist nicht ganz einfach, denn er reicht von Pop über Folklore bis zur Musicalballade und macht selbst vor Schlagern nicht Halt.

Die beiden Künstler überzeugen dabei mit ihren eigenen Arrangements, der gekonnt schauspielerischen Darstellung und der einfühlsamen Moderation. Manches verwandelt sich unter ihrem Zugriff: Was im Original im breiten Orchestergewand oder im eingängigen Popsound daherkommt, bekommt im intimen Zusammenspiel von Stimme und Klavier ein ganz neues Gesicht bekommen.

Vater und Söhne

Zum Abschluss der diesjährigen Adventival-Konzerte spielt die Band „Dieter Falk & sons“. Dieter Falk gehört mit fünf ECHO-Nominierungen und über 20 Millionen verkauften CDs als Produzent zur Spitze der deutschen Musikszene. Der ehemalige Kirchenmusiker und Musikprofessor an der Robert-Schumann-­Musikhochschule, mehrfacher Keyboarder des Jahres, saß zwei Jahre in der Jury der Pro-Sieben-Sendung „Popstars“. Derzeit ist er mit dem Luther-Pop-Oratorium mit einem Chor von 3.000 Sängerinnen und Sängern ­unterwegs. Auf dem Adventival tritt er mit seinen Söhnen Max und Paul auf. Gemeinsam spielen sie „A Tribute to Luther, Bach & Co“.

Familiengottesdienst zum Abschluss

Auch das achte Schwelmer ­Adventival wird wieder mit einem ökumenischen Familiengottesdienst am zweiten ­Advent um 11 Uhr im Ibachhaus abschließen. Die Tickets für Freitag und Samstag gibt es für je 20 Euro im Vorverkauf im Gemeindebüro, bei der Buchhandlung Köndgen, ­Mihca Musik, ­Doctor Strings oder unter www.adventival.de.