Netzwerk Inklusion im EN-Kreis gegründet

Christian Münch (Inklusionsberater SIHK)

Christian Münch (Inklusionsberater SIHK), Patricia Riesner, Suanne Schoen, Landrat Olaf Schade und die Fachbereichsleitungen Heiner Dürwald (Jobcenter EN) und Astrid Hinterthür (Gesundheit & Soziales) beim Gründungstreffen. (Foto: UvK / Ennepe-Ruhr-Kr

Schwelm. (pen) Eingeladen hatten das Jobcenter EN und der Fachbereich Gesundheit und Soziales der Kreisverwaltung. Gekommen waren rund 35 regionale Inklusionsakteure. Auf der Tagesordnung stand die Gründung des „Netzwerks Inklusion EN: Gemeinsam Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen schaffen“. Schirmherr war Landrat Olaf Schade.

Hilfesystem
„Im Ennepe-Ruhr-Kreis gibt es ein großes Hilfesystem für Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben, viele Ansprechpartner in unterschiedlichen Behörden und Institutionen, die erste Anlaufstellen sind“, so Schade in seinem Grußwort. „Viele Menschen sind im Bereich Inklusion bereits aktiv. Um den Menschen mit Behinderungen noch besser helfen zu können, ist es von großem Nutzen, wenn alle Inklusionsakteure sich untereinander kennen, vernetzen und miteinander kooperieren.“
Dies ist ein entscheidender Schritt, denn die Situation am Arbeitsmarkt ist für Menschen mit Behinderung nach wie vor ebenso schwierig wie ihre Teilhabe an der Arbeitswelt wichtig ist. Schließlich ist die Berufstätigkeit der Einstieg in eine weitgehend selbstbestimmte Lebensführung.
„Das Recht auf Arbeit, das Recht auf selbstverdienten Lebensunterhalt kann nur in einem offenen zugänglichen und inklusiven Arbeitsmarkt realisiert werden. Dies liegt Ihnen als Akteur in diesem Bereich ebenso am Herzen wie uns“, so der Landrat.
Arbeitsplätze schaffen
Die Kreisverwaltung und insbesondere das Jobcenter EN wollen zukünftig mit allen inklusionsrelevanten Akteuren in noch engerer Kooperation Menschen mit Behinderungen auf ihrem Weg in Ausbildung und Arbeit beraten, begleiten und unterstützen. „Gemeinsam möchten wir Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen schaffen“, erklärt Sabine Schoen, Fachkoordinatorin für Inklusion, Rehabilitation und Schwer­behinderte im Jobcenter EN den Leitgedanken des Netzwerks. „Zu diesem Zweck haben wir gemeinsam mit dem Fachbereich Gesundheit und Soziales das Netzwerk Inklusion EN‘ initiiert.“
Die Auftaktveranstaltung zur Gründung des Netzwerks richtete sich an alle Inklusionsakteure im Ennepe-Ruhr-Kreis und im nahen Umfeld, die erste Anlaufstationen für Menschen mit Behinderung auf der Suche nach einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle sind. Ziel war, ein Treffen und näheres Kennenlernen aller Akteure vor Ort.
„Der erste Schritt ist gemacht und wir freuen uns sehr, wie gut unsere Idee bei den Akteuren angekommen ist. Kaum ist das Netzwerk gegründet, steht auch schon unsere erste gemeinsame Aktion mit den Partnern an“, freut sich ­Patricia Riesner, Inklusionsbeauftragte der Kreisverwaltung. „Anlässlich des europäischen Protesttags ‚Menschen mit Behinderungen‘ am 5. Mai organisieren wir eine Veranstaltung, um die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren“, so Riesner.
Digitale Karte
Damit das Netzwerk schon bald der Öffentlichkeit nützlich ist, plant das Jobcenter EN eine digitale Netzwerkkarte, die Interessierten wie Betroffenen schnell und unkompliziert alle zuständigen Ansprechpartner benennt. Wer im Ennepe-Ruhr-Kreis und der nahen Umgebung Akteur im Bereich Inklusion ist und Interesse daran hat, sich dem Netzwerk anzuschließen, kann sich bei Vassiliki Stadimos vom Jobcenter EN melden unter Email Vassiliki.Stadimos@en-kreis.de.