Noch eine Woche bis zur Gevelsberger Kirmes

[1/2] Mit dem Kirmesabend am vergangenen Samstag

[1/2] Mit dem Kirmesabend am vergangenen Samstag, 10. Juni, ist die Gevelsberger Kirmeszeit in die wirklich heiße Phase gestartet. Gute Stimmung herrschte dabei sowohl auf als auch vor der Bühne im Zuschauerraum. (Foto: Sarah Schwarz) [2/2] Zum krönenden

Gevelsberg. (saz/je) Stehender Applaus, freudige Gesichter, gute Stimmung: Der Einzug der Standarten war wie üblich ein prächtiger Auftakt für den Gevelsberger Kirmesband.

Nachdem die Standartenträger der Kirmesgruppen dann Aufstellung auf der Bühne bezogen hatten, begrüßte der Kirmesvereins-Vorsitzende Michael Sichelschmidt die Gäste. Er freute sich über eine gut gefüllte Halle und noch mehr darüber, dass bald endlich die Wagen im Kirmeszug rollen. Und das, obwohl das Wetter auf den Bauplätzen in den vergangenen Wochen nicht immer so mitspielen wollte und die Arbeiten der Kirmesgruppen gehörig störte. Vielleicht könne sich die Stadt ja mal um eine Halle kümmern, in der die Gruppen in den kommenden Jahren arbeiten könnten, überlegte er mit schmunzelndem Seitenblick in Richtung Bürgermeister Claus Jacobi. Wo die Stadt doch grade in „Bauwut“ sei…
50 Jahre dabei
Urkunden, Applaus und warme Worte gab es für drei ganz besondere Kirmesfreunde: Die Gebrüder Wolfgang und Udo Neuwöhner (beide KG Börkey) sowie Peter Konze (KG Im Dörnen) wurden für 50 Jahre aktive Teilhabe am Kirmes leben geehrt.
Blick in die Nachbarschaft
Der Blick vom Hammerschmied Bernd Mathäi ging zunächst einmal über die Stadtgrenzen hinaus. Als erstes bekamen die Schwelmer ihr Fett weg, die zwar die Hammerschmiedfete verpasst, aber immerhin zum Kirmesabend den Weg nach Gevelsberg gefunden hatten. An der Schwelme habe man ja nun große Pläne für die Zukunft des Rathauses auf dem ehemaligen Brauerei-Gelände und wolle sich jetzt wohl ein Rathaus mit Zapfhahn bauen. „Dort gibt es dann Pils statt Personalausweis im Bürgeramt“, scherzte Mathäi. „Allerdings haben die Schwelmer erst bei der Schlüsselübergabe gemerkt, dass die Brauerei bereits abgerissen ist. Aber das geschieht einer Stadt recht, die an der Grenze zu Gevelsberg eine stinkende Knochenmühle zulässt“, fügte er unter donnerndem Applaus hinzu.
Zweigeteilte Kirmes
Bauplanerisch ging es dann auch Ennepetal an den Kragen. Dort ist ein zweigeteilter Neubau des Hauses Ennepetal auf unterschiedlichen Gründ­stücken geplant. „Vielleicht machen wir das mit der Kirmes in Zukunft auch so“, witzelte der Hammerschmied. „Einen Teil feiern wir in Gevelsberg, einen in Ennepetal. Dann wäre in der Stadt auch mal was los.“
Doch auch der Hammerschmied warf einen Blick in die eigenen Stadtgrenzen. Verwundert war er beispielsweise darüber, dass die Engelbertstadt gerade zu der Stadt in Deutschland gekürt wurde, die am zweit meisten etwas für Fahrradfahrer tut. „Ich selbst habe hier noch keinen Radfahrer gesehen“, stellte er fest.
Leben in der City
Erfreut war der Hammerschmied von den Umbauplänen am Vendomer Platz: „Kaufland bleibt mitten in der Stadt, dort wo wir Leben. So bleibt das Leben in der City.“ Verwunderung entlockte ihm aber abermals, dass Pro City die Kirmes als vermeintlich eigene Veranstaltung auf der großen Einkaufstasche am Luserbink bewerben würde.
Abgerundet wurde der erste Teil des Abends von einer schwungvollen Tanzeinlage der KG Allstars sowie einem wie üblich die Meinungen spaltenden Auftritt von Jürgen Piorek, dem „Ehemann vom Börkey“.
Musik, Tanz und Comedy
Danach waren dann die professionellen Entertainer gefragt. Rasant musikalisch wurde es mit Dirk Scheffel, der zeigte, was man aus einem Xylophon alles herausholen kann und wie man aus einem Ballon und einer Mundharmonika einen Dudelsack baut. Eine Premiere erlebten die Besucherinnen und Besucher der Halle West bei der Aufführung des Rheinischen Tanzcorps „Echte Fründe“. Diese hatten nämlich in Gevelsberg ihren ersten Auftritt im neuen Jahr mit neuen Paaren und einem neuen Trainerteam. Und einem wohl gemeinten und daher auch lächelnd aufgenommenen Lob: „Ihr habt es gut, ihr feiert Karneval mitten im Sommer!“
Bauchredner Klaus Rupprecht schließlich zeigte noch, nachdem sein Begleiter Affe Willi im Koffer verstaut war, wie viel Showtalent in Bürgermeister Claus Jacobi und seiner First Lady Daniela Kalthoff steckt, die er beide kurzerhand in Handpuppen verwandelte und gemeinsam ein Liedchen trällern ließ.
Tombola
Bevor es dann zur großen Party mit Musik der Showband „Heaven’s Club“ ging, wurden noch die Hautppreise der großen Tombola ausgelost. Hier die restlichen gezogenen Gewinnnummern: 31, 68, 75, 322, 406, 416, 454, 688, 764, 782, 801, 829, 831, 857, 998, 1013, 1267, 1310, 1408, 1424, 1425, 1669, 2041, 2278, 2421, 2495, 2507, 2652, 2687, 2751, 2757, 2762, 2781, 2794, 2979, 3354, 3369, 3393, 3553, 3667, 3764, 3768, 3848, 3894, 3954, 3971, 4008, 4483, 4496, 4686, 4697, 4741, 4889, 4895, 4897, 5032, 5094, 5111, 5116, 5129, 5560, 5564, 5615, 5638, 5645, 5673, 5792 und 5972.
Die Gewinne können bis zum 23. Juni abgeholt werden bei Radio Meckel, Mittelstraße 34.