Online-Weinhandel Xanthurus startet in Schwelm

Geschäftsführer Igor Forsch Fachmann Oliver Koenig und Xanthurus-Gründer Thomas Guenther (von links) geben alles für den Weinfreund. (Foto: Stefan Scheler)

Schwelm. (Sche) Xanthurus – das ist ein tropischer Fisch, rot mit gelben Flossen. „Dem ist es nie zu feucht“, bezog Thomas Guenther, Gründer der Firma Xanthurus, bei der Eröffnung der neuen Geschäftsstelle an der Barmer Straße 17 das Zoologische auf die Lebensart der Weinfreunde:  „Viele unserer Produkte sind natürlich gewachsen, ungeschwefelt und mit Alfalfa-Gras und Pferdeäpfeln gedüngt.“

Das Neue an der Geschäftsidee ist, dass es sich nicht um eine stationäre Weinhandlung mit Präsenzbetrieb handelt, sondern um einen Handel im virtuellen Netz – online eben. „Da hat man ganz andere Möglichkeiten“, brach Thomas Guenther eine Lanze für sein Konzept: „Seltene Tropfen, etwa Sake aus Japan oder Weine aus dem Libanon oder Südamerika, hat man nicht so einfach im Ladenregal stehen. Die kann man dann im Internet weltweit ordern.“ Dass sich in der Kreisstadt und weit darüber hinaus ein Kundenkreis für so exklusive Genüsse findet, davon ist der Geschäftsmann überzeugt. „Sicherlich sind unsere Weine keine Massenware zu Schleuderpreisen“, grenzte er sich gegen Billig-Ketten ab: „Aber wir geben für unsere ausgewählt edlen Tropfen eine Tiefstpreis-Garantie.“ Will sagen, wer zum Beispiel eine Top-Lage aus Georgien von einer anderen Firma günstiger erstehen kann, bekommt die Preisdifferenz zurückerstattet.

„Wir setzen auf Transparenz“, meinte dazu Geschäftsführer Igor Forsch: „Dabei bringen wir unbekannte, aber edle Weinsorten aus aller Welt und auch aus deutschen Anbaugebieten einem interessierten Publikum näher.“

„Mit Thomas Guenther und Igor Forsch sind zwei besondere Charaktere aufeinander getroffen“, hob Oliver Koenig, Weinfachmann aus Köln mit zehn Jahren Erfahrung, hervor: „Die beiden verfolgen als Visionäre einen neuen Weg, den Weinhandel zukunftsfähig zu gestalten.“

In dem Segment, das Xanthurus beackert, tummeln sich nicht viele Anbieter. „Den Getränkemärkten oder Discount-Riesen ist es zu riskant, Erzeugnisse von Kleinerzeugern zu bestellen“, erläuterte Thomas Guenther die wirtschaftliche Lage: „Wir hingegen nutzen die Flexibilität des virtuellen Netzes, um 400 Weinsorten aus 12 Ländern anbieten zu können.“ Dabei ist er sich mit seinem Mitstreiter Igor Forsch und dem Experten Oliver Koenig absolut einig, dass die Herzen der Weinfreunde im Sturm zu nehmen sind. „Die Produkte müssen beim ersten Schluck überzeugen“, lautet sein Kredo: „Wein muss einfach Spaß machen. Er taugt nicht als komplizierte Wissenschaft einer kleinen Elite.“

Edel also, natürlich gereift und mit dem gewissen Etwas, aber nicht verkopft, so stellen sich die Xanthurus-Leute den feinen Rebensaft und den Umgang damit vor. Auch Abwechslung muss sein. „Wir wollen nicht immer die gleichen Sorten und Anbaugebiete im Programm haben“, betonte Oliver Koenig: „Der Kunde soll wissen, dass er auch die Möglichkeit hat, ausgefallene Wünsche erfüllt zu bekommen.“ Aus diesem Grund höre man sich ständig weltweit um, wo interessante Produzenten ansässig sind. „Spanien ist zum Beispiel mit einem Zuwachs von 14 Prozent stark im Kommen“, weiß der Experte: „Außerdem drängen Lateinamerika, Afrika oder Asien mit ihren Weinen vermehrt auf den Weltmarkt.“ Betonen möchte das Team von Xanthurus aber, dass die klassischen Angebote, etwa von Rhein, Nahe, Main oder Mosel keineswegs aus dem Raster fallen. „Auch der bodenständige Weinfreund wird bei uns fündig“, bekräftigte Igor Forsch bei der Eröffnungsveranstaltung, an deren offiziellen Teil sich eine umfangreiche Weinprobe anschloss. Das reichhaltige Xanthurus-Sortiment findet sich auf www.xanthurus.de.