Radweg lockt Touristen in unsere Region

EN-Kreis. (pen/Red.) Super Noten und eine hohe
Empfehlungsrate: Der Ruhrtal-Radweg ist auch im zehnten Jahr auf Erfolgskurs.
Das belegt eine neue Untersuchung, die die Gesellschaften „Ruhr-Tourismus“ und
„Sauerland-Tourismus“ jetzt vorgestellt haben. Grundlagen sind die Befragung von
mehr als 3.200 Personen sowie die Zählung aller Radler zwischen Winterberg und
Duisburg während einer gesamten Saison.
Sehr beliebt
96 Prozent aller Tagesausflügler und 87 Prozent aller Rad­urlauber würden
laut dieser Umfrage den Ruhrtal-Radweg weiterempfehlen. 95 Prozent der Radler
geben der Route eine gute bis sehr gute Gesamtbewertung. Damit ist die Strecke
inzwischen zum drittbeliebtesten Radfernweg in Deutschland aufgestiegen.
Mehr als 6,5 Millionen Radler waren im vergangenen Jahrzehnt auf der vom
Fahradfahrer-Verband ADFC zertifizierten Vier-Sterne-Route unterwegs. Beim
WDR-Wettbewerb „Was ein Nord­rhein-Westfale in seinem Leben getan haben
sollte“ landete der Radweg auf Platz 5.
Unerwartet großer Erfolg
„Der Ruhrtal-Radweg war im Ennepe-Ruhr-Kreis ein Einstieg in die
Tourismusentwicklung. Heute spielt er für uns eine Rolle, die so nicht zu
erwarten gewesen ist“, freut sich Klaus Tödtmann, touristischer Geschäftsführer
der Wirtschaftsförderungsgesellschaft „EN-Agentur“ über die positiven
Rückmeldungen.
Für ihn sind die 42 der insgesamt 230 Kilometer, die durch den
Ennepe-Ruhr-Kreis verlaufen, die Königsetappe. Während dieses Prädikat bei der
Tour de France für Anstiege, Berge und Schinderei steht, vergibt Tödtmann sein
Urteil mit Blick auf die Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, die sich zwischen
Herdecke, Wetter, Witten und Hattingen entlang der Ruhr aufreihen.
Auch in den Süd-Kreis
„Ruhrtal-Bahn und Ruhrtal-Fähre, die Museen Zeche Nachtigall und
Henrichshütte, die Altstädte in Hattingen und Herdecke sowie der Kletterwald in
Wetter und das Schleusenwärterhäuschen in Witten“, nennt Tödtmann „nur wenige
Beispiele“.
Dazu biete die Runde „Von Ruhr zu Ruhr“ die Chance, den Radurlaub noch zu
verlängern. „Die 60 kilometerlange Schleife von Hattingen über Sprockhövel,
Gevelsberg-Silschede nach Wetter-Wengern macht einen Abstecher ins
„Kreis­innere“ möglich und bietet dank der Streckenführung auf ehemaligen
Bahntrassen auch im Südkreis nahezu steigungsfreies Freizeitvergnügen“, so
Tödtmann weiter.
Wichtig für die Wirtschaft
Die Route hat laut Auskunft der Wirtschaftsförderer Privatinvestitionen in
Höhe von 12 bis 14 Millionen Euro ausgelöst. Dem stehen die Gelder gegenüber,
die die Radurlauber ausgeben. Für Mehrtagesurlauber nennt die Ruhr-Tourismus 87
Euro, für Tagesausflügler 19 Euro. Jeder zehnte Tagesgast sei aber so
begeistert, dass er im nächsten Jahr einen mehrtägigen Urlaub am Ruhrtal-Radweg
plant.
Am meisten profitierten derzeit Arnsberg, Essen und Meschede von radelnden
Übernachtungsgästen. Aber auch Hattingen, Winterberg, Fröndenberg und Schwerte
sind beliebte Etappenziele.