„Schätze der Berge“ – Mineralienbörse lockt nach Ennepetal

Ennepetal. (Red.) Auf den Spuren der Schätze der Berge
scheuen sie keine Mühen, die „Strahler“, wie Mineraliensammler in den Alpen
genannt werden.
Drei Angehörige dieser Berufsgruppe sind in diesem Jahr zu Gast im Haus
Ennepetal, und werden am 5. und 6. November in einer Sonderschau anlässlich der
„33. Internationalen Ennepe Ruhr Edelstein- und Mineralienbörse“ ihre in den
Alpen gefundenen Schätze präsentieren.
Alpine Kristallwelten
Rainer Augsten reist mit seiner Allgäuer Kristallwelt aus Kempten an. „Bei
mir wird es eine extrem bunte Mischung von gelb bis blau geben“, so kündigt er
seinen Beitrag zur Sonderschau an. Neben vielen anderen Mineralien wird es
Hessonitgranate aus den Hohen Tauern und seltene Mineralien aus Graubünden wie
Tinzenit, Sursassnnit oder Pirsettensit zu bestaunen geben.
Christian Bracke ist in Darmstadt zu Hause, aber schon viele Jahre zieht es
ihn immer wieder in den Alpen, um seine Sammlung mit neuen attraktiven Funden zu
bereichern. Nach Ennepetal bringt er „Eisenrosen“ und „Gwindel“ aus den
Schweizer Alpen mit.
Florian Zellner hat die weiteste Strecke zurückzulegen, wenn er im
Hochgebirge wieder einmal auf die Jagd nach neuen Schätzen gehen will. Aus
seinem jetzigen Wohnort Hamburg reist er jedes Jahr in die Alpen und zeigt in
seiner Sonderschauvitrine Mineralien aus dem Pinzgau im Salzburgerland sowie
Mineralien aus dem Zillertal in Tirol.
Aus aller Welt
Neben Mineralien aus ­Europa finden die Besucher des Hauses Ennepetal am
ersten Novemberwochenende aber auch Prachtstücke anderer Kontinente. Juan Carlos
Gallegos Luna ist zum ersten Mal in Ennepetal zu Gast. Mit seiner Firma Minart
Peru bringt er eine umfangreiche Auswahl an hochwertigen Mineralien aus seiner
Heimat mit, darunter Rhodochrosite aus Uchucchacua und Silberstufen aus der San
Genaso Mine.
Große Augen bekommen jung und alt, wenn am Stand von Peter Ohlerich Millionen
Jahre alte Kristalle beim Geo­denknacken zum ersten Mal das Licht der Welt
erblicken. Und immer wieder spannend ist es zu beobachten, wie der Schwelmer
Edelsteinschleifer Jürgen Jungus aus zunächst unscheinbar erscheinenden kleinen
Rohstücken funkelnde Edelsteine entstehen lässt. Wie ein Mineral oder Edelstein
gebohrt wird zeigt die Firma „Edelstein Allerlei“ an ihrem Stand im großen Saal.

Insgesamt rund 60 Aussteller werden auch in diesem Jahr wieder ihre zum Teil
Millionen Jahre alten Kostbarkeiten aus allen Teilen der Erde mit an den Fuß der
Kluterthöhle bringen und das Haus Ennepetal für ein Wochenende zur größten
Schatzkammer der Region machen.
Serviceleistungen
Dabei stehen aber nicht nur Verkauf und Kauf im Blickpunkt der Händler und
Besucher. Wie in den Vorjahren gibt es zahlreiche Attraktionen rund um das
Verkaufsgeschehen. So können am Stand des Hagener Gemmologen Frank Müller
mitgebrachte oder gerade erworbene Edelsteine auf Echtheit überprüft werden, ein
„Servicestand für Sammler“ hilft bei allen Fragen rund um Sammlermineralien und
der Wuppertaler Goldschmied Thilo Fröschke kann klären, wie hoch der Goldanteil
in einem Schmuckstück ist.
Spaß und Wissen
Und auch für die Nachwuchs-Edelsteinfreunde wird wieder einiges geboten: Ziel
der ganz jungen Besucher ist das Edelsteinschürfen. Einen Gutschein hierfür gibt
es für alle Kinder bis 12 Jahren ­kostenlos an der Kasse.
„Afrika liegt in der Schweiz“ behauptet Klaus Schäfer in seinem Vortrag, der
sich an Kinder ab sechs Jahren und Jugendliche richtet. Die Verdeutlichung der
geologischen Vorgänge die zur Bildung der Alpen führte und die die Entstehung
der alpinen Kristallschätze begünstigte, stehen im Mittelpunkt des Vortrages.
Unterhaltsame kleine Experimente lockern den bildreichen Vortrag auf. Beispiele
wunderschöner Mineralien aus den Alpen werden für die Kinder mit Kopf und Hand
erfahrbar.
Klaus Becker von der Sternwarte Ennepetal fragt in einem weiteren Vortrag:
„Kann uns das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße gefährlich werden?“ Er
berichtet außerdem über das Apollo­programm der NASA und erklärt, wie schon
die Maya mit einfachsten Instrumenten Informationen über unser Sonnensystem
erhielten.
Höhle besuchen
Besonders den auswärtigen Gästen empfiehlt Organisator Claus Hagemann auch
einen Besuch der neben dem Haus Ennepetal gelegenen Kluterthöhle. Die zum
Geo-Park Ruhrgebiet gehörende Höhle bietet die einmalige Gelegenheit, durch ein
versteinertes Korallenriff zu wandern.
Die Mineralienbörse im Haus Ennepetal, Gasstraße 10, ist am Samstag, 5.
November, von 10 bis 18 Uhr und Sonntag, 6. November, von 11 bis 17 Uhr
geöffnet. Der Eintritt kostet 4 Euro beziehungsweise 3 Euro ermäßigt. Eine
Familienkarte ist für 8 Euro zu haben, Kinder bis 12 Jahren in Begleitung
Erwachsener haben freien Eintritt. Weitere Informationen gibt es auch online auf
www.en-mineralienboerse.de.
Karten Gewinnen
Zehn Wochenkurier Leserinnen oder Leser können mit etwas Glück auch
kos­tenlos dabei sein: Schicken Sie uns einfach bis spätestens Mittwoch, 2.
November, eine E-Mail oder Postkarte mit dem Betreff bzw. Stichwort „Mineralien“
an redaktion-en@wochenkurier.de bzw.
den Wochenkurier, Mittelstraße 63, 58285 Gevelsberg. Bitte unbedingt ihre
Adresse und eine Telefonnummer angeben, unter der wir Sie tagsüber erreichen
können. Die Gewinner werden telefonisch benachrichtigt, die Karten können zur
den Öffnungszeiten in unserem Gevelsberger Servicepunkt abgeholt werden. Der
Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!