Schulkantinen in Ennepetal ausgezeichnet

Ennepetal. Im Sommer dieses Jahres bewarb sich der
Ennepetaler Fachbereich Bildung, Kultur und Sport für das 100-Kantinen-Programm
des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt,
Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz.
Auf einer Fachtagung in Düsseldorf über die Verwendung regionaler
Lebensmittel in Großküchen und den Einsatz von Produkten aus artgerechter
Tierhaltung zeichnete Minister Johannes Remmel Kantinenkonzepte in Schulen aus.
Nadine Girke, Abteilungsleiterin Schulen bei der Stadt Ennepetal, erhielt für
alle Grundschulen der Stadt Ennepetal eine Urkunde als Pionierkantine aus den
Händen des Minis­ters.
Möglichst regional
Die Pioniere mussten nachweisen, dass sie in mindestens drei verschiedenen
Produktgruppen mindestens 30 Prozent an regionalen Lebensmitteln verwenden. Als
regional gelten dabei Produkte, die aus Nord­rhein-Westfalen stammen.
Alle ausgezeichneten Kantinen werden aus einer mit moderner nachhaltiger
Technologie ausgestatteten Zentralküche in Herdecke beliefert. Hier werden
täglich über 5.000 Mittag­essen in Bio-Qualität zubereitet. Dort kochen und
backen rund 40 Mitarbeiter in zwei Schichten alles selbst – von der Suppenbrühe
bis hin zum Haferflockenmehl.
Mit der Verwendung eines großen Anteils von regionalen Produkten wird so die
heimische Agrar- und Lebensmittelwirtschaft in NRW unterstützt und Transportwege
werden verkürzt. So kann auch die Stadt Ennepetal zu einem nachhaltigeren Konsum
beitragen. Nebenbei schmeckt das Essen mit regionalen und saisonalen
Lebensmitteln einfach auch gut.
In Ennepetal werden die Schulen zweimal wöchentlich mit Fleischgerichten,
zweimal mit vegetarischen Gerichten beliefert und einmal steht Fisch auf dem
Programm.