Schwelm: Handwerkermarkt mit Akzenten

Zur Vorbesprechung des Handwerkermarkts trafen sich Gewerbetreibende mit den Organisatoren Carsten Hagen (links) und Andreas Maintz (rechts). (Foto: Stefan Scheler)

Schwelm. (Sche) „Die Teilnahme kostet Sie keinen Cent“, beschwor Andreas Maintz, Mitorganisator des ersten Schwelmer Handwerkermarkts, vor wenigen Tagen in seinem Autohaus an der Prinzenstraße 13 in Schwelm die Betriebsinhaber aus dem Südkreis, zahlreich bei der Schau des heimischen Gewerbes mitzumachen: „Wir haben uns die Idee in Wuppertal abgeschaut, wo die Standgebühr allerdings sieben Euro beträgt.“

Der Markt der Möglichkeiten und Ideen, wie die Veranstalter Andreas Maintz und Carsten Hagen von der Firma Krebs Bauelemente ihr Vorhaben nennen, findet am Samstag, 15. September, und Sonntag, 16. September 2012, in unmittelbarer Nachbarschaft des Hyundai- und Honda-Fests auf dem gesamten Gelände der Firmen M & S Automobile und Krebs Bauelemente an der Prinzenstraße in Schwelm statt. Jeweils von 11 bis 17 Uhr sind Besucher aus dem Südkreis und der weiteren Region eingeladen, das Angebot mit über 30 Ausstellern wahrzunehmen und sich über eine Vielfalt von Produkten und Dienstleistungen zu informieren. Maßgeschneiderte Lösungen, zum Beispiel im Bau- und Einrichtungsbereich, sowie Sonderangebote aus so unterschiedlichen Branchen wie Bürotechnik, Metallbau oder Gastronomie locken auf das großräumige Areal, in das bei schlechtem Wetter laut Andreas Maintz auch die Verkaufshallen des Autohauses einbezogen sind. „Wir hoffen allerdings, dass dies nicht nötig ist“, spekuliert der Mitinhaber des Autohauses: „Es wäre schöner, wenn die Gäste ab und zu unter unseren Vordächern ein schattiges Plätzchen suchen würden.“

Besonders Kinder hat der junge Auto- und Motorradhändler im Blick. „Ich weiß aus eigener Erfahrung mit meiner Tochter auf der Frühjahrsmesse am Damm, wie förderlich es ist, schon die ganz Jungen zu begeistern“, bricht Andreas Maintz eine Lanze für den Nachwuchs: „Wenn man ein Lächeln in Kindergesichter gezaubert hat, kann man schon sagen, dass die Aktion ein Erfolg war.“ Schließlich seien dies die Kunden von morgen, deren Betreuung beim Handwerkermarkt man garantiere, zumindest mit der schon zum Standard solcher Feste gehörenden Hüpfburg, lieber aber noch mit kind – und jugendgerechter Einführung in die Besonderheiten verschiedener Handwerksberufe. Schließlich seien in den Betrieben rund um Haustechnik, Energiewirtschaft, Friseure, Raumgestalter, Gastronomie, Fliesenleger und vieles mehr aktuell einige Ausbildungsplätze zu besetzen, für die man auch auf diesem Wege Bewerber gewinnen möchte.

Den teilnehmenden Handwerkern bietet sich laut Andreas Maintz und Carsten Hagen die Chance, sich zu vernetzen, sich gemeinsam zu präsentieren und sich allgemein besser kennen zu lernen. „Das ist das erste Mal, dass wir hier so etwas auf die Beine stellen“, bittet der Jungunternehmer um Nachsicht für kleine Unzulänglichkeiten: „Es gibt keine Erfahrungen aus vergangenen Jahren.“ „Wir wollen hier kein Riesenprogramm mit Clowns und Animateuren aufbieten“, fügt Carsten Hagen hinzu: „Stattdessen schaffen wir eine gemütliche Atmosphäre für die ganze Familie mit Informationen, Mitmachaktionen sowie kulinarischen Genüssen vom Grillstand und Getränkewagen.“

Für den Handwerkermarkt, der aus Anlass des 15. Septembers als Tag des Handwerks stattfindet, haben sich bereits 22 teilnehmende Gewerbetreibende gemeldet. Weitere Interessenten können die Organisatoren ansprechen, für die Andreas Maintz an seine Kollegen appelliert: „Wir müssen mit viel Engagement Akzente setzen, um Neugier auf das Handwerk zu wecken und Kunden zu gewinnen.“