Selbsthilfespiegel stellt Gruppen im EN-Kreis vor 

Im „Selbsthilfespiegel“ stellen verschiedene Gruppen im EN-Kreis ihr Angebot vor. (Foto: EN-Kreis)

Im „Selbsthilfespiegel“ stellen verschiedene Gruppen im EN-Kreis ihr Angebot vor. (Foto: EN-Kreis)

EN-Kreis. (pen) „Wir sind Selbsthilfe“ – mit diesem Motto präsentieren die drei Selbsthilfekontaktstellen im Ennepe-Ruhr-Kreis die aktuelle Ausgabe ihres gemeinsamen Magazins. „Auf 32 Seiten lädt der ‚Selbsthilfespiegel‘ Jahr für Jahr dazu ein, mehr über die Arbeit der Gruppen und der Kontaktstellen, mehr über ihre Aktionen und Projekte zu erfahren. Sehr persönliche Erfahrungsberichte geben Einblicke in die Gefühlswelt Betroffener und zeigen Wege auf, wie Krankheiten mit Hilfe von Selbsthilfegruppen besser bewältigt werden können“, weckt Susanne Auferkorte, Leiterin der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe KISS EN-Süd, die Neugier.

Das „wir“ der Selbsthilfe wird bereits auf dem Titelblatt erkennbar: Zu sehen sind Gesichter derjenigen, die sich in Gruppen für andere und sich selbst engagieren. Deutlich werden soll: Es sind Menschen wie du und ich, die das ausmachen, was Selbsthilfe leistet. Alle Fotografierten dokumentieren: Die Treffen in der Gruppe gehören zu unserem Leben, die Treffen machen uns das Leben leichter.
Gesichter mit Geschichten
„Jedes Gesicht hat seine eigene Geschichte: Freud und Leid haben ihre Spuren hinterlassen. Jeder hat aber auch erkannt: Gemeinsam mit den andern in der Gruppe mit einer chronischen Krankheit oder psychischen Problemen, mit Sucht oder Einsamkeit, mit Behinderung oder sozialen Konflikten umzugehen, hilft“, betont Auferkorte gemeinsam mit Anke Steuer, KISS Witten/Wetter/Herdecke, und ­Michael Klüter, KISS Hattingen, im Vorwort.
Wer eins der insgesamt 4.500 durchgehend farbig gestalteten Hefte durchblättert, erfährt unter anderem, wie die Schlafapnoe Gruppe in Witten seit zehn Jahren Betroffene begleitet und berät, welche Ziele das Psychoseseminar im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis verfolgt und wie hochsensible Menschen in Hattingen dank gegenseitiger Unterstützung in der „Welt der Normalen“ zurechtkommen. Weitere Themen sind der Tag der offenen Tür der KISS EN-Süd, das Sommerfest der KISS Witten/Wetter/Herdecke und der elektronische Newsletter der Kontaktstellen, der jetzt ein Archiv mit Suchfunktion bietet.
Am Ende zeigt eine Übersicht wie in jeder Ausgabe, welche Selbsthilfeangebote wo zu finden sind. Die Palette der mehr als 100 Gruppen reicht von A wie Adipositas über D wie Depressionen und H wie Herzkrankheiten, K wie Krebs und M wie Medikamentenabhängigkeit bis hin zu S wie Schwerhörigkeit und Z wie Zwänge.
Mit Betroffenen austauschen
„Aus unserer langjährigen Erfahrung wissen wir, wie hilfreich es ist, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und ins Gespräch zu kommen“, werben Auferkorte, Steuer und Klüter für die Kontaktaufnahme mit den Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfe.
Interessierte erhalten die aktuelle Ausgabe des „Selbsthilfespiegels“ unter anderen bei der KISS EN-Süd, Gevelsberger Straße 26a in Gevelsberg, bei der KISS Witten/Wetter/Herdecke, Dortmunder Straße 13 in Witten, und bei der KISS Hattingen/Sprockhövel, Kirchplatz 19 in Hattingen.