SonnTalk: Relativ genial

Von Claudia Eckhoff

„Wozu Socken? – Sie schaffen nur Löcher!“
Das hat kein Geringerer gesagt als der Physiker und Nobelpreisträger Albert Einstein, berühmt durch seine Relativitäts-Theorie.
Der geniale Wissenschaftler erforschte die Struktur von Materie, Raum und Zeit sowie das Wesen der Schwerkraft. Er sagte von sich selbst: „Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig.“ Seine Forschungsergebnisse führten ihn zu tiefen Einsichten wie „Das, wobei unsere Berechnungen versagen, nennen wir Zufall.“ Aber auch das: „Falls Gott die Welt geschaffen hat, war seine Hauptsorge sicher nicht, sie so zu machen, dass wir sie verstehen können.“
Am Ende kam bei aller Forschung die Atombombe heraus. Einstein sagt dazu: „Wenn ich die Folgen geahnt hätte, wäre ich Uhrmacher geworden.“
Es hat ihm selbst mächtig Angst gemacht: „Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.“
Am liebsten hätte er da sicher die Zeit zurückgedreht und alles anders gemacht, denn „Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiter leben will, denn Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“
Und wie das gehen soll, ahnte er auch: „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“
Und: „Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.“
Den Verstand an sich sah der Naturwissenschaftler durchaus kritisch: „Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind.“
Der sogenannte „gesunde Menschenverstand“ gar sei nur eine Anhäufung von Vorurteilen, die man bis zum 18. Lebensjahr erworben habe.
„Wer sich nicht mehr wundern und in Ehrfurcht verlieren kann, ist seelisch tot“, sagte der große Mann, den die meisten wohl mit weißer, wilder Haarmähne und rausgestreckter Zunge vor sich sehen.
Seiner Ansicht nach gibt es zwei Arten zu leben: „Entweder so, als wäre nichts ein Wunder oder so, als wäre alles ein Wunder.“
Mit der Vergangenheit war er schnell fertig: „Mehr interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“
Aber nicht so: „Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.“
In diesem Sinne: Schönen Sonntag – und alles Gute für 2017.