Sparkasse Schwelm optimiert Neugestaltung der Kundenhalle

Schwelm. (Sche) „Wir sind Dienstleister“, fasste Lothar Feldmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Schwelm, bei der Vorstellung der Verbesserungen im Zuge der Neugestaltung der Kundenhalle vor wenigen Tagen die geplanten Veränderungen zusammen: „Deshalb befassen wir uns ernsthaft mit der Kritik unserer Kunden und reagieren entsprechend.“

Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Lothar Feldmann (rechts) und Vorstand Michael Lindermann wollen in der neuen Hauptstelle eine blühende Service-Landschaft. (Foto: Stefan Scheler)
Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Lothar Feldmann (rechts) und Vorstand Michael Lindermann wollen in der neuen Hauptstelle eine blühende Service-Landschaft. (Foto: Stefan Scheler)

Denn trotz der überwiegend positiven Resonanz auf die umfangreichen Umbaumaßnahmen hatten gerade einige Nutzer der ehemaligen Nebenstellen in den Stadtteilen harsche Kritik an dem ihrer Meinung nach jetzt umständlicheren und langsameren Service geäußert. Von langen Schlangen im Schalterraum über mangelnde Parkplätze und wenig Diskretion im Angesicht des angrenzenden Cafés war alles dabei, was bei den Bürgern im Schuh drückte.

„Das ist verständlich“, zeigte Sparkassen-Vorstand Michael Lindermann auch für diese Reaktionen Verständnis: „Bei Veränderungen braucht es immer eine gewisse Eingewöhnungsphase.“

„Damit wollen wir aber bestehende Probleme nicht herunterspielen“, betonte Lothar Feldmann: „Wo Nachbesserungsbedarf besteht, handeln wir.“ Zum Beispiel bei den Informationspunkten, die wie Inseln im Kundenraum verteilt waren. Dabei hatten sich Schlangen gebildet, weil die an diesen Plätzen Wartenden teilweise den Durchgangsverkehr zu den Beratungszimmern blockiert hätten. Dem begegnet man auf Sparkassenseite jetzt damit, dass man die Informationsstände weiter im Raum und mit mehr Abstand aufstellt.

„Es kommt uns vor allem darauf an, eine Bildung von Rückstaus zu vermeiden“, waren sich beide Vorstandsmitglieder einig: „Wenn nötig, setzen wir auch die eigentlich für die Beratung in den speziell dafür eingerichteten Zimmern vorgesehenen Mitarbeiter an den Informationspunkten ein.“ Es sei den Menschen nämlich schwer zu vermitteln, dass sie warten müssten, während anderswo Personal scheinbar beschäftigungslos „herumstehe“.

Auch mit einer diesbezüglichen Kritik habe man sich laut Auskunft der Sparkassenleiter befasst; dazu noch mit einer weiteren: Bei der Auszahlung von Geldbeträgen sei angeblich Kassenpersonal mit wehenden Banknotenbündeln am im Café zusehenden Publikum vorbeigelaufen. „Das gibt es bei uns prinzipiell nicht und ist auch meines Wissens konkret nicht vorgekommen“, stellte Lothar Feldmann klar: „Es lässt sich nicht immer vermeiden, dass Außenstehende eine Geldabhebung, die ja übrigens als solche noch nicht ehrenrührig ist, mitbekommen.“ Alle Mitarbeiter der Sparkasse seien aber auf höchstmögliche Diskretion – auch im Hinblick auf die Sicherheit – bedacht und böten für heikle Fälle entweder die Geldausgabe im Beratungszimmer oder den Bringedienst nach Hause in unauffälligen Fahrzeugen und in neutraler Kleidung an.

„Im großen Ganzen freuen wir uns auch über negative Rückmeldungen der Bürger“, versicherte der Vorstandsvorsitzende: „Das zeigt uns, dass sich die Menschen in Schwelm konstruktiv mit unserem neuen Auftritt befassen.“

„Alles muss sich erst einmal einspielen; dafür braucht es etwas Zeit“, plädierte Vorstand Michael Lindermann für einen sachlichen und unaufgeregten Umgang mit der zugegebenermaßen noch etwas ungewohnten Situation: „Der Leitsatz heißt dabei für uns: ,Evolution statt Revolution‘.“

Übrigens sollen in Richtung Café so genannte „Diskretionselemente“ – das sind undurchsichtige Scheiben – für Privatsphäre beim Geldverkehr sorgen. Damit die Milchglasscheiben nicht trist und abweisend aussehen, gestaltet sie die Schwelmer Künstlerin Christa Wolff mit Ansichten markanter Schwelmer Bauwerke.