Terrorwarnung lässt Gesamtschüler kalt

Von Giuliana Vespa

Gevelsberg. Verstärkte Polizeistreifen an Bahnhöfen und öffentlichen Plätzen, kein Geschenke-Transportdienst mehr auf den Weihnachtsmärkten, und jede Menge Verhaltenstipps von Politikern und Sicherheitsexperten in den Medien: Die Terrorismuswarnung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat ein deutliches Echo in der Gesellschaft erfahren. Der wochenkurier befragte Schüler der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule in Haßlinghausen, ob sie die Bedrohung für real halten oder eher für ein „Schreckgespenst“.

Hanna Maurer (14 Jahre): ,,Ich habe wegen der aktuellen Warnungen keine Angst. Ich bin der Meinung, dass das alles nur Einschüchterungsversuche von Seiten der Politiker sind und bin nicht vorsichtiger als sonst.“

Nina Sulfrian (15 Jahre): ,,Meiner Meinung nach ist das alles totaler Blödsinn, was die Politiker verbreiten, denn ich finde, dass Deutschland als Staat mächtiger ist als die Terroristen. Ich denke, dass Deutschland gut gegen einen Terrorangriff vorbereitet ist.“

Modesta Indorre (15 Jahre): ,,Ich meine, man sollte mehr Einsatzkräfte an Bahnhöfen und Flughäfen aufpassen lassen, denn mit terroristischer Bedrohung ist nicht zu spaßen. Die bürger müssen geschützt werden.“

Natali Saborowski (15 Jahre): ,,Also ich finde, man sollte die Warnung, dass es wahrscheinlich einen Terroranschlag in Deutschland  geben soll, schon ernst nehmen, denn es könnte wirklich passieren. Aber anderseits sollte man es mit seinen Ängsten nicht auch übertreiben.“

Chiara Lo Bartolo (15 Jahre): ,,Ich habe keine Angst wegen der Terrorwarnung. Ich denke, dass man die Menschen nicht verunsichern sollten sollte. Es gibt genug Leute, die deswegen unsinnige Sachen tun.‘‘

Nancy Söhnlein (15 Jahre): ,, Eigentlich habe ich keine Angst, denn ich glaube, dass die Politiker Aufmerksamkeit brauchen und das Thema hochspielen. Die Gefahr wird übertrieben dargestellt.‘‘

Eylem Erek (15 Jahre): ,,Ja, ich habe ein bisschen Angst. Ich denke, man sollte das Thema Terrorismus ernst. Jeder von uns könnte zum Opfer werden und sterben.‘‘

Jenny Droste (14 Jahre): ,,Ich denke, man sollte das nicht so ernst nehmen. Das wird ja schlimmer dargestellt als es eigentlich ist. Wenn man getroffen wird, dann ist man halt getroffen worden. Man kann sich ohnehin nicht umfassend vor Anschlägen schützen.‘‘