Torsten Sträter mit Kultgaragenpreis geehrt

Ennepetal. (zico) Ein grüner Punkt – das ist in Ennepetal nicht nur ein Umweltsymbol, sondern auch ein Qualitätssiegel in Sachen Humor. Denn bei der Veranstaltungsreihe „Kultgarage“ der Sparkasse wird an die auftretenden Humoristen von jedem Zuschauer ein grüner oder ein roter Punkt vergeben. Bei Grün hat’s gefallen, bei Rot heißt es: durchgefallen! Für Torsten Sträter gab’s am 13. Juni ausnahmslos grüne Punkte, und das bedeutete den Sieg im Wettbewerb um den „Kultgaragenfuchs 2014“, der mit 500 Euro dotiert ist.

In dieser Woche wurde im Rahmen der Preisverleihung im Café Hülsenbecke erneut deutlich, warum Torsten Sträter ein Publikumsliebling ist. Der 48-jährige erwies sich im Kreis der Medienvertreter und Organisatoren der Reihe als erstklassiger Unterhalter und unternahm mit seinen Zuhörern einen kurzen Ausflug nach Tuttlingen, dem Ort seiner furchtbarsten Preisverleihung. „Tuttlingen ist ein Ort, den man mit 18 verlassen muss und wohin man erst mit 70 zurückkehren darf“, fasste er seine Publikumsanalyse in dem schwäbischen Städtchen zusammen: „Hier war ich eindeutig der falsche Mann am falschen Ort.“ An den Sträter sogar noch ein zweites Mal zurückreisen musste, weil man ihm tatsächlich die „Tuttlinger Krähe“ verliehgen hatte, die immerhin mit 2.500 Euro dotiert war. Spätestens, als man einen circa zwei Meter großen Kollegen in der Laudatio als „Kobold“ bezeichnet hatte, brach Sträter endgültig innerlich zusammen…

Ennepetal beurteilt der in Waltrop lebende Dortmunder mit der unverwechselbaren Mütze deutlich gnädiger: „In der ersten Reihe saßen, mit Jackett und Krawatte, die Würdenträger der Stadt, so als wollten sie sagen: Wir haben den Rest der Gemeinde auch mitgebracht. Nun mach mal was.“ Erfreulich ungezwungen sei der Umgang auch mit den Organisatoren gewesen, und auch der Kultgaragen-Preis komme mehr „so nebenbei“ daher, statt im Mittelpunkt der Reihe zu stehen: „Eigentlich mag ich Preisverleihungen nämlich nicht“. Sprachs und widmete sich einer hervorragenden Lachssuppe, die allein das herkommen wert gewesen sei.

Danach ging es zur Preisübergabe, die Torsten Sträter denn doch in bester Laune überstand. Johannes Dennda und Heike Gräfe von der Sparkasse sowie Carsten Michel und Alexandra Hahn von der Stadt Ennepetal überreichten den Fuchs samt „Futtergeld“ an einen Kabarettisten, den man sich gut als Urlaubsbegleitung vorstellen kann. Langweilig wird es mit Torsten Sträter wahrscheinlich nie!