TuS Ennepetal stellt Spax-Cup-Pläne vor

Die beim Spax-Cup auflaufende Mannschaft des TuS Ennepetal mit Trainer Christian Hagemann (rechts) hofft auf Außenseiter-Chancen. (Foto: Stefan Scheler)

Ennepetal. (Sche) „Unsere Mannschaft ist wie eine Wundertüte“, macht Tus Ennepetal-Trainer Christian Hagemann seinen Jungs schon jetzt Mut für die Spiele des Spax-Cups am Pfingstwochenende: „Als Überraschungsmannschaft können wir unerwartet jeden schlagen.“ Da setzte Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen bei der Vorstellung des Programms für das Pfingstturnier, jetzt Spax-Cup genannt, am Wochenende von Samstag, 18. Mai, bis Montag, 20. Mai 2013, noch einen drauf. „Wenn ihr Schalke 04 schlagt, stifte ich ein großes Spießbratenessen“, kündigte der bekennende BvB 09-Fan in den Räumen der Firma Spax an der Kölner Straße an.

Bei der Vorbereitung des Spax-Cups (von links): Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen, Sprecher Marc Schulte, TuS-Vorsitzender Dr. Michael Peiniger und Spax-Geschäftsführer Michael Thomas. (Foto: Stefan Scheler)

Die Kicker des Lokalmatadors müssen sich aber gewaltig anstrengen, denn im Teilnehmerfeld des heimischen, weltweit bei Talentsuchern hochgeschätzten Fußballturniers stehen große Namen wie der des brasilianischen Clubs Botafogo FR, der sich als Titelverteidiger mächtig ins Zeug legen wird. Der zweimalige brasilianische Meister ist allerdings nicht die einzige Hürde zum Siegerpokal, auf den sich die Spieler aus der Klutertstadt ohnehin nur zarte Hoffnungen machen dürfen. Um den Titel kämpft neben dem bereits erwähnten Club aus „Herne-West“ auch der Erzrivale aus „Lüdenscheid-Nord“. Die Jugendabteilung des noch amtierenden Deutschen Meisters und Pokalsiegers BvB 09 Dortmund tritt an, und auch so klangvolle Namen der Fußballwelt wie Besiktas Istanbul, Olympiakos Piräus und Twente Enschede sind vertreten.

Doch nicht nur der Sport steht im Blickpunkt. Der Spax-Cup ist auch ein Aushängeschild für die Stadt Ennepetal und damit ein Schaufenster für die heimische Wirtschaft“, betonte Michael Thomas, Geschäftsführer der Firma Spax, die zusammen mit der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld das über die Stadtgrenzen hinaus beliebte Fußballereignis mindestens für drei weitere Jahre finanziell unterstützt.

Weil die wirtschaftliche Komponente ein wesentlicher Faktor des Pfingstturniers ist, gehen am Vorabend des Spax-Cups, am Freitag, 17. Mai, die Verantwortlichen aus Handwerk und Industrie im TuS-Vereinsheim sozusagen „in Klausur“, um zusammen mit der ehemaligen Profi-Fußballerin und jetzigen Managerin der DFB-Frauen, Doris Fitschen, sowie der Geschäftsführerin Personalwesen bei Dorma, Katharina Pahl, über das Thema „Raus aus dem Abseits – Frauen in Wirtschaft und Sport“ zu diskutieren. Vor dem ersten Anpfiff des Fußball-Spektakels, bei dem die Organisatoren 15.000 Zuschauer erwarten, empfängt der erste Bürger Ennepetals, Wilhelm Wiggenhagen, Mannschaften und geladene Gäste, unter denen sich regelmäßig auch zahlreiche Talentsucher befinden. „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass diese Leute hier viele Stars von morgen entdecken“, referierte TuS-Vorsitzender Dr. Michael Peiniger: „Außerdem verfolgen 30.000 Nutzer aus 80 Ländern im weltweiten Netz den Verlauf des Spax-Cups.“ Dazu kämen noch die Kommentare von 7.500 „Freunden“ des sozialen Netzwerks „Facebook“. Die britische Firma „Scout Seven“ aus Birmingham betreibe die Talentsuche vor Ort überaus professionell und stelle dafür sogar Videos ins globale Netz.

Es ist also alles gerichtet für den Spax-Cup, auch wenn der bei der Präsentation anwesende Ehrenbürgermeister Michael Eckhardt diesmal den Ball zum ersten Anstoß wohl nicht per Fallschirmsprung zum Mittelkreis befördert. Für Schulen und Vereine gibt es wieder 10.000 Freikarten, alle „normalen“ Pfingstturnier-Fans bekommen ihre Dauerkarten unter anderem im VER-Kundencenter am Ennepetaler Busbahnhof. Die VER, bei der Vorstellung des Ablaufs vertreten von Geschäftsführer Thomas Schulte, übernimmt übrigens von dort aus einen Pendelbusdienst zum Bremenstadion und zurück.

TuS-Kapitän Tim Blaga hat zum Turnier seine eigene Einschätzung: „Da geht für uns was.“ Mal sehen, ob er recht behält.