Vogelkunde an den Verschönerungsteichen

Unter fachkundiger Leitung wurde die Gevelsberger Vogelwelt beobachtet. (Foto: Carola Dreher)

Unter fachkundiger Leitung wurde die Gevelsberger Vogelwelt beobachtet. (Foto: Carola Dreher)

Gevelsberg. (Red.) Der Natur­schutzbund NABU Ennepe-­Ruhr-Kreis zählt momentan rund 1.700 Mitglieder. Im Kreisgebiet hegt und pflegt er die Vielfalt von Biotopen und Fauna, die den landschaftlichen Reiz der Region aus­machen.
In Kooperation mit dem Gevelsberger Heimatverein hatte der NABU nun Ende Februar zu einem Spaziergang eingeladen. Rund 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, unter ihnen auch Willi Hofeditz (Vorsitzender des NABU EN), Günter Decker (Vorsitzender des Gevelberger Heimatvereins), ­Carola Dreher (Geschäftsführerin des Kreisheimatbundes EN), Gerd Vollmerhaus (SPD-Fraktionsvorsitzender im Gevelsberger Rat) sowie der heimische Kabarettist Jürgen Taake, schenkten den gefiederten Wintergästen ihre aufmerksame Beobachtung.
Gut ausgerüstet mit Ferngläsern und Fotoapparaten ging es unter der Leitung von Bernd Jellinghaus auf eine zweistündige Exkursion, die vom ­Singen und Zwitschern der Vögel begleitet wurde.
Kleiber und Amselhähne wurden beobachtet und die Feststellung gemacht, dass einige der heimischen Vögel bereits ihre Nester bauten. Auch bei sieben Reiherpaaren herrschte hoch oben im Baumwipfel rege Aktivität. Von Rotkehlchen, Meisen und Heckenbraunelle war zwar der liebreizende Gesang zu hören, blicken ließen sie sich jedoch nicht.
Am Gut Rocholz bestaunten die Naturfreunde dann sehr viele Brutkästen, die nicht nur unterschiedlichen Vogelarten ein Dach über den Kopf bieten. Auch Fledermäuse nisten sich hier gerne ein, erklärte Bernd Jellinghaus. Er fügte hinzu, dass „sich hier insbeson­dere auch der Haussperling zu ­Hause fühlt“.
Auf den umliegenden Teichen tummelten sich zahlreiche Enten, Kormorane, ­Schwäne und Rallen. Da die Ennepe jedoch viel Wasser führte, konnten keine Bachstelzen und Wasseramseln beobachten werden. Auch der Blick auf einen Eisvogel blieb verwehrt.
Trotzdem fanden die Teilnehmenden es schön, zu erleben, auf welch große Vogelvielfalt man vor der eigenen Haustür trifft. Darum hob Bernd ­Jellinghaus abschließend auch noch einmal hervor, dass es vor allem auf die richtige Mischung von Hecken, Gebüschen und Bäumen ankommt, damit sich „solch ein Artenreichtum hier bei uns überhaupt wohlfühlt.“