„Wir wollen Tore sehen“ – Über 56.000 Euro für die Demenzhilfe

Die Siegerehrung - in der Mitte Simone Schwanke-Jenderny von der Seniorenresidenz Volmarstein mit dem Pokal.(Foto: Bernd Henkel / AVU)

Die Siegerehrung – in der Mitte Simone Schwanke-Jenderny von der Seniorenresidenz Volmarstein mit dem Pokal.(Foto: Bernd Henkel / AVU)

Gevelsberg. Eine Stimmung wie bei einem „großen“ Fußballturnier mit Fanclubs, La-Ola-Wellen, früh ausgeschiedenen Favoriten und Überraschungsteams, mit denen keiner gerechnet hatte: Das alles gab es zum Tipp-Kick-Turnier beim AVU-­Familienfest am Samstag, 10. Juni. 16 Zweier-Teams spielten die Fußball-Europameis­terschaft der Frauen nach. Die Teams setzten sich zusammen aus Kundinnen und Mitarbeiterinnen der AVU, Vertretern des Kreises und aller neun Städte sowie Einrichtungen der Demenzhilfe.
Geld für Tore
Der Energieversorger hat das Turnier für zehn Demenzhilfe-Einrichtungen im Ennepe-Ruhr-Kreis ausgerichtet und der Schlachtruf „Wir wollen Tore sehen“ hat sich erfüllt: 133 Tore brachten insgesamt 38.350 Euro in den Spendentopf – gestaffelt von 200 Euro pro Tor bei den Gruppenspielen bis zu 500 Euro im Finale.
Bis ins Finale geschafft hatten es Russland und Dänemark. Das Team aus Wetter – Simone Schwanke-Jenderny von der Seniorenresidenz Volmarstein und Bürgermeister Frank Hasenberg hatte per Los Russland gezogen – konnte sich souverän mit 5:2 gegen Dänemark durchsetzen. Für Dänemark trat das Gevelsberger Team an: Kerstin Thiel vom Awo-Seniorenzentrum in der Kampstraße und Bürgermeister Claus Jacobi wurden – wie andere Einrichtungen auch – von einem richtigen Fanclub begleitet. Die Bewohner und Mitarbeiter des Awo-Seniorenzentrums feuerten ihr Team kräftig an.
Spaß hatten alle Beteiligten, auch die Kundinnen- und Mitarbeiterinnen-Teams. Island (Antje Simon-Behr und ­Janina Behr) schaffte es als bestes Kundinnen-Team bis ins Viertelfinale und mussten sich dem Tandem Anke Baumann und Astrid Wollbaum geschlagen geben: Die beiden AVU-Mitarbeiterinnen unterlagen dann dem späteren Turniersieger im Halbfinale.
Alle mit dabei
Für alle war wichtig, dass mit dem Spaß eine ernste und wichtige Sache unterstützt wird. Oder wie es AVU-Vorstand Uwe Träris ausdrückte: „Mit dem Turnier geben wir dem Thema Demenz eine Öffentlichkeit. Toll, dass wir mit dem ganzen Kreis das Turnier durchführen können und der Landrat und alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister die Idee unterstützen.“
Die Gesamtspendensumme beträgt – aufgestockt um einen Grundbetrag der AVU – 56.150 Euro. Jede Einrichtung profitiert also von 5.615 Euro. Und das sind die Einrichtungen, die von den Städten bzw. vom Kreis ausgewählt wurden.