Großes Festival zum „Lutz“-Geburtstag

    Hagen. (hc) Das Festival zum 15.  Lutz-Geburtstag endete am Donnerstag mit einem fulminanten Schlusspunkt.  Zahlreiche Zuschauer fuhren mit dem Kulturbus zum Spielort bei Bandstahl Schulte, sahen dort die Aufführung von „Projekt Hagen“ und kamen anschließend in den Genuss eines Live-Konzerts.

    „Projekt Hagen“

    „Projekt Hagen“ von Lutz Hübner ist der gelungene Abschluss von 20 Tagen voller Festivitäten anlässlich des Jubiläums. Lutz-Leiter Werner Hahn zeigte sich begeistert von der darstellerischen und künstlerischen Leistung der Schauspieler. Dass zudem gleich zwei Uraufführung in diesem Zeitraum durchgeführt wurden, unterstreicht die Besonderheit dieses Jubiläums. „Es ist eigentlich ungewöhnlich, dass ein so relativ kleines Theater wie das Lutz gleich zwei Uraufführungen in so kurzer Zeit zeigt“, so Hahn.
    Besondere Höhepunkte waren für ihn auch der Auftritt von Sabin Tambrea und Dominik Hahn, die auf der „Geburtstagsfeier“ am 6. März mit ihrem Lese-Jazz-Programm begeisterten.
    Auch der Autorengipfel „Lies meinen Text“, mit Martin Baltscheit, Finn-Ole Heinrich, Lutz Hübner und Sarah Nemitz war außergewöhnlich. „Solche Autoren an einem Abend auf die Bühne zu bekommen ist einmalig“, ist sich Hahn sicher.
    Lutz Hübner und seiner Frau Sarah Nemitz wurde zudem eine ganz besondere Ehre zu teil. Sie wurden zu Ehrenmitgliedern des Lutz ernannt, da die Geschichte des Hagener Schüler- und Jugendtheater seit langer Zeit mit dem Namen Hübners verbunden ist.

    „Ein Helm“

    Von Fin-Ole Heinrich stammt „Ein Helm“, die zweite Uraufführung neben „Projekt Hagen“.
    Hahn lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) und der Straßenbahn AG, die gerade bei „Ein Helm“ eine große Rolle, im wahrsten Sinne des Wortes, einnahmen. Denn bei dem gut 15-minütigen Part in der Hagener „Unterwelt“ blieben sie nicht nur Statisten, sondern waren aktiv bei der Sache. „Die HEB-Mitarbeiter haben selbst richtig ein kleines Theater aufgezogen, das fand ich toll“, so Hahn.
    Wenig Resonanz
    Der Zuschauerzuspruch ließ aus Sicht von Hahn allerdings zu wünschen übrig. Gerade das geringe  Interesse seitens der Hagener Schulen schmerzt ihn.
    „Ich bin irritiert“, so Hahn. Denn während eine Schule aus Meinerzhagen den Weg von knapp 50 Kilometern auf sich nahm, kamen insgesamt  nur wenige  Schüler aus der Volmestadt.

    Positiv

    Eine positive Nachricht kann Werner Hahn aber allen Lutz-Fans schon jetzt überbringen: Auf Grund der tollen Resonanz wird das Stück „Zigeuner-Boxer“ im kommenden Jahr in den Spielplan aufgenommen.