Iserlohn Roosters – Adler Mannheim

    Iserlohn. (akl) Das Spitzenspiel am Seilersee: Tabellenführer und amtierender Meister Mannheim zu Gast beim Tabellenzweiten in Iserlohn. Wie erwartet bekamen die 4.119 Zuschauer in der Eissporthalle am Seilersee und die Fans vor dem Fernsehgerät (der TV-Partner der DEL übertrug live) feinstes Eishockey zu sehen. Beide Mannschaften kämpften hart und machten ordentlich Werbung für den deutschen Eishockeysport.

    Trotz aller Bemühungen ging das erste Drittel torlos vorbei. In diesem humpelte übrigens Iserlohns Stürmer Nick Petersen bereits früh vom Eis, eine mögliche Innenbandverletzung zwang ihn auch für den Rest des Spiels dem Eis fern zu bleiben. Der Mittelabschnitt begann mit einer doppelten Überzahl für die Roosters, die aber immer wieder an Mannheims Schlußmann Endras scheiterten. In der 25. Spielminute schlug der Puck dann ein – im Tor von Matthias Lange. Die Adler probierten ihr Glück mit einem Schuss von der blauen Linie, welcher dann abgefälscht im Kasten einschlug. Ein paar Minuten später, Spielminute 33: Die Roosters spielten in Überzahl und konnten diese endlich nutzen – Brodie Dupont verwandelte eine Vorlage von Mike York, erzielte den Ausgleich und erlöste endlich das Iserlohner Publikum. Nur anderthalb Minuten später mussten die Fans der Roosters allerdings wieder bangen, denn auch die Adler nutzten ein Powerplay und schossen sich erneut in Führung. Im letzten Drittel galt es für den IEC also erneut dem Ausgleich hinterher zu laufen. In Überzahl führten harte Arbeit und die lautstarke Unterstützung der Fans schließlich zum Ziel: Michel Périard hämmerte den Puck von der blauen Linie Richtung Tor, Jason Jaspers fälschte ab – mit einem ordentlichen Scheppern landete die Hartgummischeibe in der 53. Spielminute zappelnd im Tor. Mehrere Chancen auf beiden Seiten konnten nicht verwandelt werden, sodass es in die Overtime ging. In dieser kassierte der IEC eine Strafe, welche aber überstanden werden konnte. Also hieß es auch im zweiten Match an diesem Wochenende: Penaltyschießen. Louie Caporusso, Boris Blank und Mike York mussten – wie schon in Hamburg – ran, konnten aber allesamt keinen Treffer für den Iserlohner EC machen. Auf Mannheimer Seite reichte somit der Treffer von Tardif für den Sieg. Bemerkenswert: Die Iserlohn Roosters haben bisher in jedem ihrer Heimspiele mindestens einen Punkt geholt. Und es bleibt dabei: Tabellenzweiter sind die Jungs vom Seilersee, die „Kleinen“ aus der Waldstadt Iserlohn. Wer hätte das zu Beginn der Saison schon gedacht?

    Die Statistik

    • Roosters: Lange – Côté, Raymond; Button, Teubert; Périard, Lavallée; Orendorz – Jaspers, Caporusso, Macek; York, Friedrich, Petersen; Bassen, Connolly, Dupont; Sylvester, Blank
    • Adler: Endras – Fischer, Richmond; Wagner, Carlie; Akdag, Bittner; Riefers – Hecht, MacMurchy, Kink; Metropolit, Buchwieser, Tardif; Hospelt, Rheault, Ullmann; Joudrey, Yip; Arendt
    • Schiedsrichter: Schukies (Herne), Schütz (Rosenheim)
    • Tore: 0:1 (24:58) Joudrey (Fischer, Yip), 1:1 (32:24) Dupont (York/5:4), 1:2 (33:56) Hospelt (MacMurchy, Akdag/5:4), 2:2 (52:57) Jaspers (Périard/Caporusso/5:4), 2:3 (65:00) Tardif (PS)
    • PS: Caporusso (vorbei), Buchwieser (vorbei), York (an TW), Tardif (1:0), Blank (an TW)
    • Strafen: Roosters: 12; Adler: 22
    • Zuschauer: 4.119