Kölner Haie – Iserlohn Roosters

Köln/Iserlohn. (akl) Die Iserlohn Roosters traten mit Rückenwind der gewonnen Partie gegen München in Köln an. Rasant ging es los, beide Teams schenkten sich nichts. Für Chris Conolly war es zu rasant: Er wurde gecheckt und humpelte zum Entsetzen der blau-weißen Anhänger mit Unterstützung der Betreuer in die Kabine. Kurz darauf verließ auch Loui Caporusso das Eis nach einer ähnlichen Szene. Beide Spieler haben sich Knieverletzungen zugeogen und fielen für den Rest des Spiels aus.

Somit summierte sich die Verletztenliste der Roosters auf sieben Stammspieler und Trainer Jari Pasanen konnte nur auf drei Reihen zurückgreifen. Nach knapp zehn Minuten musste Iserlohns Schlussmann Mathias Lange dann zum ersten mal hinter sich greifen: Die Haie gingen in Führung. Diese sollte jedoch nicht lange halten, da Bobby Raymond sich eine Minute später nicht lumpen ließ und eiskalt abzog. Der Ausgleich trieb den IEC an, die Roosters kamen trotz der „Unterbesetzung“ richtig in Schwung. Die Hartgummischeibe wurde sich immer wieder erkämpft, sodass Marko Friedrich in der 14. Spielminute mit dem Führungstreffer glänzen konnte.

Im zweiten Drittel kämpften beide Teams weiter, die Roosters mussten in der 22. Minute den Ausgleich hinnehmen. Es gab viele hochkarätige Chancen auf Seiten der Sauerländer, welche allerdings nicht zum Abschluss kamen. Die Blau-Weißen ackerten, trotzdem konnten die Haie in der 38. Minute den Führungstreffer zum 3:2 erzielen.

Der Schlussabschnitt war sehr zerfahren, die Haie hatten sich auf das Spiel der Iserlohner eingestellt. Die Roosters versuchten einen schnellen Ausgleich zu erzielen, welcher endlich in der 48. Spielminute fiel: Neu-Rooster Zach Hamill stand völlig frei vor dem Goalie der Haie und machte sein erstes Tor in der DEL. Zwei Minuten vor Spielende bangten die Roosters-Fans vor Ort und vor den Fernsehgeräten um den Punktgewinn, da sich Hamill noch eine Strafe wegen Haltens (insgesamt übrigens erst die zweite Strafe für die Roosters an diesem Abend) einhandelte und für genau die noch verbleibenden zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen musste. Mit tollem Einsatz und Kampfgeist brachten die Roosters den Punktgewinn über die Zeit und so ging es in die Overtime. Hier konnte keines der beiden Teams ein Tor erzielen, sodass es hieß: Penaltyschießen. Hier verzog Hamill in der entscheidenden Runde und so war der Zusatzpunkt dahin. Der IEC steht allerdings weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz und kann stolz auf diese kämpferische Leistung des dezimierten Kaders sein.

 

Die Statistik

  • Haie: Wesslau – Lalonde, Eriksson, Müller, Faber, Lüdemann, Zerressen – Hager, Gogulla, Jones; Falk, Salmonsson, Uvira; Weiß, Aslund, Umicevic; Stephens, Ohmann, Boucher
  • Roosters: Lange – Button, Raymond; Côté, Teubert; Périard, Lavallée – York, Friedrich, Blank; Jaspers, Caporusso, Macek; Hamill, Ross, Dupont; Bassen, Connolly, Shevyrin
  • Schiedsrichter: Piechaczek (Landsberg), Schütz (Rosenheim)
  • Tore: 1:0 (09:32) Ohmann (Umicevic), 1:1 (10:54) Raymond (Button, York/5:4), 1:2 (13:22) Friedrich (Blank, York), 2:2 (24:20) Jones; 3:2 (37:57) Hager (Gogulla), 3:3 (48:42) Hamill (Jaspers, Macek), 4:3 (65:00) Aslund (PS)
  • PS: Eriksson (1:0), Hamill (1:1), Salmonsson (an TW), York (an TW), Gogulla (2:1), Jaspers (2:2); Hamill (verschießt), Aslund (3:2).
  • Strafen: Haie: 8; Roosters: 4
  • Zuschauer: 9.807