Krawallwerbung

Nein, an technischen Problemen kann es nicht liegen. Es muss irgendwie pure Bosheit und blanke Absicht sein, und QuENgelbert regt sich regelmäßig darüber auf. Sie auch?

Kaum ein Fernsehsender, auf dem es nicht so ist: Jedesmal, wenn die Simpsons, Dr. House oder unsere Bundesligakicker in ihrem Tun und Treiben von einem Werbeblock unterbrochen werden, gibt’s ordentlich was auf die Ohren. Sprich, die Lautstärke des Fernsehers springt auf gefühlte 200 Prozent.

Was soll das?

Gehen die Marketingexperten mittlerweile schon davon aus, dass die Mehrheit der Zuschauer ohnehin die meiste Zeit vor der Glotze pennen? Wollen sie uns nur wecken und vor einsamen Nächten bei laufender Fernsehkiste bewahren? Oder gehen sie davon aus, dass wir den „normalen“ Ton bei den Sendungen schon gar nicht mehr hören, wir aber mittlerweile so verblödet sind, dass uns das ohnehin wurscht ist?

Egal, auf jeden Fall ist jede Margarinereklame lauter als Mister Monk, jeder Ausflug ins Maggi-Kochstudio weitaus phonbeladener als Besuche bei Lichter und Lafer, jede Autowerbung brüllschallender als eine Spritztour mit dem „Knight Rider“ oder mit „Schumi“ in Monte Carlo.

Wir können zum Mond fliegen. Atome spalten und wieder fusionieren lassen. Schafe klonen und Babies im Reagenzglas herstellen. Und da soll es unmöglich sein, einen einheitlichen Lautstärkepegel für Werbung und Senderprogramm auszustrahlen? Das kann QuENgelbert nicht glauben. Stattdessen ist er davon überzeugt, dass man uns Zuschauern mit dem Krawallton ganz gezielt und bewusst auf die Nerven geht.

Da lobt sich der Federreiter doch seine gute alte Zeitung: Beim Lesen kann jeder ganz allein entscheiden, wie laut er mit den Seiten raschelt…