Mit QuENgelbert auf Spurensuche

    Ein Fall für die wochenkurier-Leser: Wo stand oder steht dieses Haus in Schwelm? (Foto: privat)

    Wie lebendig Heimatpflege im Zeitalter des Internets ist, beweisen seit einiger Zeit die einzelnen Städten gewidmeten Facebook-Seiten unter dem Motto „Du bist Gevelsberger (beziehungsweise Schwelmer, Ennepetaler, Sprockhöveler), wenn…“. Tausende gehören diesen Gruppen an, stellen munter alte Fotos ins Netz und tauschen sich über Anekdoten aus. Menschen, die eine Ewigkeit nichts mehr von einander gehört haben, erinnern sich nun gemeinsam an die Jahrzehnte zurück liegende Schulzeit oder an Originale und die mit ihnen verbundenen Geschichten. Ein jeder trägt sein Wissen zum jeweiligen Thema bei, und so entsteht ein rundes Bild von vergangenen Zeiten. Fast wie im Internet-Lexikon „Wikipedia“, nur auf lokaler Ebene.

    Manchmal aber stößt auch das geballte Wissen der vereinten Mitgliederschaft an ihre Grenzen – so wie jetzt in Schwelm. Da dröseln seit Tagen die „Heimatdetektive“ an dem Problem herum, wo eine längst untergegangene Schankwirtschaft zu verorten ist. Auf einem Schild an der Front steht zu lesen „Schankwirtschaft, Bäckerei, Caffe Heinen“ – eindeutige Hinweise also. Und doch ist es den fast 3.000 Mitgliedern bislang nicht gelungen, eine eindeutige Standortbestimmung vorzunehmen.

    Vielleicht liegt es ja daran, dass sich viele betagte Kreisstädter gar nicht im Netz tummeln und das Gros der Schwelomer Gruppenmitglieder einfach nmoch zu grün ist, um etwas mit der vielleicht 100 Jahre alten Aufnahme anzufangen. Natascha Grieger, als Streiterin für den Erhalt der Schwelmer Bierkultur bekannt geworden, wandte sich deshalb an QuENgelbert. „Vielleicht könnte ja der wochenkurier das Foto mal abdrucken und bei der Suche helfen“, so ihr Anliegen.

    Klar kann der QuENgler – das Recherchieren ist schließlich sein Metier. Und so fragt er die wochenkurier-Leser, ob sie einen Hinweis haben, wo das auf dem Foto abgebildete Gebäude stand oder steht. Eine heiße Spur führt in die Barmer Straße, doch auch der Winterberg wurde schon als potentielle Lösung genannt. Doch wie gesagt – nix Genaues weiß man nicht.

    Für den, der uns als erstes die Auflösung des Rätsels präsentiert, hält der wochenkurier zur Belohnung übrigens einen hübschen Überraschungspreis parat. Rufen Sie QuENgelbert an (02332 / 80725), schreiben Sie ihm eine Postkarte (Mittelstraße 63-65, 58285 Gevelsberg) oder schreiben Sie ihm eine elektronische Nachricht (redaktion-en@wochenkurier.de).

    Wäre doch gelacht, wenn Sherlock QuENgelbert und 43.000 wochenkurier-Watsons diesen Fall nicht lösen könnten…