Offener Schlagabtausch mit drei Foulelfmetern

    EN-Kreis/Bochum. (zico) 11.500 Zuschauer bekamen beim Spiel unseres VfL gegen die „Eisernen“ aus Berlin eine Menge geboten. Drei Elfmeter, ein halbes Dutzend und eine Rote Karte gegen Union-Akteur Christoph Menz waren die Höhepunkte beim 4:2 (1:0)-Erfolg der Bochumer über die Hauptstädter. Der VfL blieb damit im vierten Heimspiel in Folge unbesiegt.

    VfL-Trainer Andreas Bergmann möchte vor der schweren Auswärtspartie seiner Mannschaft in Fürth Fehlerquellen im Bochumer Spiel abstellen. (Foto: Frank Schmidt)

    Beide Teams präsentierten sich im Rewirpower-Stadion von Beginn an angriffslustig. Doch erst in der 41. Minute gab’s den ersten Torjubel, nachdem Bochums Spielgestalter Takashi Inui von Patrick Zoundi gefoult worden war. Mimoun Azaouagh verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 1:0-Halbzeitstand (41.).

    Nach dem Wechsel erarbeiteten sich die Bochumer weitere Chancen, die aber zunächst ungenutzt blieben. Als Nika Gelashvili nach einer Stunde von Gegenspieler Menz im Strafraum ungeschickt umgesäbelt wurde, gab es erneut einen Strafstoß für die Heimischen – und Rot für den Union-Spieler. Giovanni Federico verwandelte den „Elfer“ sicher zum 2:0 (61.). Die Freude über die Führung währte aber nicht lange. Keine fünf Minuten später wurde Zoundi im Bochumer Strafraum freigespielt und schloss sicher zum 1:2-Anschlusstreffer ab (66.).

    Dazu kam, dass sich bei einem Zusammenprall mit Michael Delura Leistungsträger Mimoun Azaouagh verletzte und gegen Mirkan Aydin ausgewechselt werden musste. Dann bekamen auch die Berliner ihren Strafstoß nach einem vermeintlichen Foulspiel von Jonas Acquistapace an Ede. Silvio vollstreckte sicher zum 2:2-Ausgleich (72.). Aber der VfL zeigte sich nicht geschockt und erzielte erneut die Führung, denn nach einem Freistoß von Delura war Aydin per Kopf zur Stelle (76.). Den Sieg perfekt machte dann Federico mit einem sehenswerten Volleyschuss aus 16 Metern zum 4:2-Endstand (81.).

    „Für die Zuschauer war es sicherlich ein sehr ansehnliches Spiel. Das lag aber auch daran, dass wir viele Fehler gesehen haben. Für mich ist es immer wieder unglaublich zu sehen, welche individuellen Fehler wir machen, die uns zurückwerfen. Ich bin aber auf der anderen Seite sehr froh zu sehen, welche Offensivkraft wir mittlerweile entwickeln können und das Spiel dann nochmal zu unseren Gunsten drehen konnten“, kommentierte VfL-Trainer Andreas Bergmann die Partie.

    Der Übungsleiter dürfte nun darauf bedacht sein, seinen Akteuren mehr Sicherheit einzuimpfen, denn der Tabellendritte SpVgg Greuther Fürth dürfte Unachtsamkeiten des VfL am Samstag, 25. Februar, 13 Uhr, im Heimspiel gegen die Bochumer kompromissloser nutzen als Union Berlin.